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english.nv+1pravda+1kyivpostElon Musk hat es abgelehnt, der Ukraine die Nutzung des Starlink-Satellitennetzwerks zur Steuerung von Angriffen auf russische ballistische Raketenwerfer tief im russischen Hinterland zu erlauben. Dies berichtet The Atlantic unter Berufung auf Bestätigungen ukrainischer Amtsträger. Durch die Absage fehlt Kiew ein Werkzeug, das Experten zufolge die Angriffsreichweite um bis zu 500 Kilometer hinter die Frontlinie erweitern könnte.
The Atlantic berichtete Ende Juli erstmals, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den US-Präsidenten Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus am 28. Juli bat, bei Verhandlungen mit Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX über einen erweiterten Starlink-Zugang zu vermitteln. Trump gab Berichten zufolge keine klare Antwort darauf, ob er Musk in dieser Frage unter Druck setzen werde.kyivpost+2
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow versucht seither, Musk über informelle Kanäle zu erreichen, so zwei enge Vertraute Fedorows in Kiew gegenüber The Atlantic. Diese Bemühungen blieben bislang erfolglos.kyivpost
"Derzeit gibt es keine positive Entscheidung", sagte einer der Vertrauten. Musk verwies auf Sorgen vor einer Eskalation und erklärte gegenüber ukrainischen Vertretern wiederholt, es sei "Zeit für einen Deal", um den Krieg zu beenden.pravda+2
Ukrainische Streitkräfte können Starlink derzeit nur nutzen, um russische Ziele innerhalb der international anerkannten Grenzen der Ukraine anzugreifen, einschließlich der Krim und anderer besetzter Gebiete. Kiew strebte den erweiterten Zugang gezielt an, um mobile russische Raketenwerfer vor dem Start auszuschalten, statt erst anfliegende Raketen abzufangen.newseu.cgtn+1
Die Absage erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine unter einem Mangel an US-amerikanischen Patriot-Abwehrraketen leidet. Der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, bestätigte am 3. August, dass Washington der Ukraine die Eigenfertigung von Patriot-Raketen nicht gestatten wird. Damit rudert die US-Regierung nach früheren Andeutungen Trumps auf einem NATO-Gipfel in Ankara im Juli zurück.kyivpost
Dies ist nicht das erste Mal, dass Musk die militärische Nutzung von Starlink einschränkt. Im Jahr 2022 verweigerte er der Ukraine die Nutzung des Systems für Angriffe auf russische Kriegsschiffe nahe der Krim und begründete dies mit dem Risiko einer nuklearen Eskalation. Anfang dieses Jahres stimmte Musk zu, den russischen Zugang zum Netzwerk zu sperren, nachdem die Ukraine Bedenken geäußert hatte, dass russische Truppen unautorisierte Starlink-Terminals auf Angriffsdronen nutzten.newseu.cgtn+1
In einem Meinungsbeitrag der Washington Post vom 7. August wurde argumentiert, dass die Aufhebung der Beschränkungen für Starlink eine angemessene Antwort auf die eskalierenden russischen Provokationen gegen die NATO wäre. Dazu zählen eine Rakete, die vergangene Woche auf einem polnischen Feld detonierte, sowie eine mit Sprengstoff beladene Drohne, die nahe einer Landebahn am Flughafen Leipzig gefunden wurde.washingtonpost