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businesstimes+1thenextweb+1reutersMeta Platforms hat eine operative Trennung von dem chinesisch gegründeten KI-Startup Manus vollzogen. Seit Anfang Juni wurde der Datenaustausch vollständig eingestellt und Manus-Mitarbeitern der Zugriff auf die internen Systeme des Unternehmens untersagt, berichtet Bloomberg News.businesstimes+1
Die Trennung markiert den bisher konkretesten Schritt zur Auflösung der rund 2 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Manus durch Meta – ein Geschäft, dessen Rückabwicklung Peking im April angeordnet hatte. Ein internes Memo, das Bloomberg vorliegt, weist Meta-Mitarbeiter an, bestehende Manus-Projekte auf Metas eigene Systeme zu migrieren und keine neuen Arbeiten auf der Plattform zu beginnen. Meta werde Manus „auslaufen lassen“, heißt es in dem Memo.thenextweb+1
Meta hat laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen, die von Bloomberg zitiert werden, faktisch eine Daten-Firewall zwischen sich und dem in Singapur ansässigen Dienst für agentische KI errichtet. Meta-Mitarbeiter können keine Manus-Tools mehr für interne Projekte nutzen, während das Personal von Manus den Zugriff auf Metas Datensysteme verloren hat.businesstimes+1
Diese Abschottung erfolgt, während die Manus-Mitgründer – Xiao Hong, Ji Yichao und Zhang Tao – nach Wegen suchen, der Forderung Pekings nachzukommen. Dazu gehört laut einem Bericht von Reuters aus dem Mai auch die Beschaffung von etwa 1 Milliarde US-Dollar von externen Investoren, um einen Rückkauf zu finanzieren.reuters
Einige Funktionen von Manus, darunter Verbindungen zum Meta Ads Manager und zu Instagram, sollen trotz der Firewall weiterhin aktiv sein, was Fragen über die tatsächliche Vollständigkeit der aktuellen Trennung aufwirft.thenextweb
Meta kündigte die Übernahme von Manus Ende Dezember 2025 an, mit dem Ziel, die Technologie für autonome KI-Agenten des Startups in seine Plattformen zu integrieren. Das chinesische Handelsministerium leitete im Januar 2026 eine Prüfung des Deals ein, und Ende April erließ die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission eine seltene Anordnung, die ausländische Investitionen in Manus blockierte und beide Parteien anwies, die Transaktion rückgängig zu machen.cnbc+5
Die Entscheidung überraschte Investoren, insbesondere da Manus vor Abschluss der Vereinbarung von China nach Singapur umgezogen war. Meta erklärte damals, dass „die Transaktion in vollem Einklang mit geltendem Recht stand“ und drückte die Hoffnung auf eine Lösung aus.bbc+1
Die finanziellen Mechanismen zur Rückabwicklung einer abgeschlossenen Übernahme, bei der Investoren bereits ausgezahlt wurden, bleiben ungeklärt. Die diese Woche angekündigte operative Trennung adressiert zwar die technische Verflechtung zwischen den beiden Unternehmen, lässt aber die umfassendere Frage nach Eigentum und Entschädigung unbeantwortet. Der Vorfall hat laut Reuters für eine Abkühlung bei grenzüberschreitenden Technologiegeschäften mit chinesisch gegründeten Startups gesorgt, da Peking signalisiert hat, dass es bereit ist, seinen Einflussbereich auch auf Unternehmen auszudehnen, die ihren Sitz ins Ausland verlegt haben.reuters+1