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reutersglobal.morningstar+1global.morningstar+1EZB-Präsidentin Christine Lagarde nutzte am Montag die Eröffnung des jährlichen Forums der Zentralbank im portugiesischen Sintra, um zu argumentieren, dass die wachsende wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Eurozone den politischen Entscheidungsträgern mehr Flexibilität bei der Anpassung der Zinssätze gebe, ohne finanziellen Stress auszulösen, so Reuters .reuters
Die Äußerungen setzten Lagardes fortwährende Bemühungen fort, Darstellungen der EZB-Zinserhöhung vom 11. Juni – bei der der Einlagensatz auf 2,25 % angehoben wurde – als bloße „Versicherungsmaßnahme“ zurückzuweisen. Auf der Pressekonferenz nach der Entscheidung Anfang des Monats sagte Lagarde, die einstimmige Erhöhung um 25 Basispunkte sei „keine Versicherung“, sondern eine Reaktion auf einen anhaltenden Energieschock, der sich auf die gesamte Wirtschaft ausweite.youtube+1
Die EZB hob die Zinsen zum ersten Mal seit September 2023 an und verwies auf den Inflationsdruck durch den Krieg im Nahen Osten, der die Gesamtinflation in der Eurozone über das Ziel von 2 % getrieben hat. Die Prognosen der Mitarbeiter gehen nun davon aus, dass die Gesamtinflation im Jahr 2026 durchschnittlich 3,0 %, 2027 2,3 % und 2028 2,0 % betragen wird.scotiabank+2
Lagarde erklärte am 22. Juni gegenüber Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die Zinserhöhung sei „über alle von den Mitarbeitern erstellten Szenarien hinweg robust, was bedeutet, dass in allen Szenarien eine Zinserhöhung gerechtfertigt ist“. Sie fügte hinzu, es gebe „bisher keine Anzeichen für eine Entankerung der Inflationserwartungen oder Zweitrundeneffekte, die zum jetzigen Zeitpunkt eine kraftvollere politische Reaktion rechtfertigen würden“.econostream-media
Die Unterscheidung ist wichtig für die Märkte, die die nächsten Schritte der EZB bewerten. ING hatte die Entscheidung vom Juni in ihrer Analyse vor dem Treffen als „Versicherungszinserhöhung“ bezeichnet, und mehrere EZB-Beobachter verwendeten dasselbe Etikett, das Lagarde laut Reuters ausdrücklich ablehnte. Während der Pressekonferenz am 11. Juni fragte ein Journalist, was die Erhöhung darstelle, wenn nicht eine Versicherung. Lagarde antwortete, die Entscheidung basiere auf den Prognosen der Mitarbeiter und der Empfehlung des Chefvolkswirts und dass die EZB datenabhängig bleiben werde, ohne sich auf einen Zinspfad festzulegen.think.ing+3
Das Sintra-Forum 2026 mit dem Thema „Europas Zukunft gestalten: Innovation, Wachstum und Stabilität“ läuft bis zum 1. Juli und bietet Mitte der Woche ein hochkarätiges politisches Panel. Lagardes Eröffnungsrede signalisierte, dass die EZB den Inflationsdruck zwar als real und zunehmend wahrnimmt, aber nicht glaubt, dass das aktuelle Umfeld den aggressiven Straffungszyklus der Jahre 2022-23 erfordert. Die Märkte rechnen mit fast drei Zinserhöhungen im Jahr 2026, obwohl Analysten uneins darüber sind, ob die EZB dies auch umsetzen wird.mitrade+2