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economies+1wabx+1economiesDie Kupferpreise stiegen am Donnerstag auf neue Rekordhochs, nachdem Reuters berichtete, dass die Demokratische Republik Kongo den Export von Kupfer- und Kobaltkonzentraten verboten hat. Dies verschärft die ohnehin zahlreichen Lieferunterbrechungen, die den Metallpreis im vergangenen Jahr um mehr als 50 Prozent in die Höhe getrieben haben.
Der September-Kupferkontrakt an der COMEX CME Group Inc. stieg auf 6,7045 Dollar pro Pfund – umgerechnet 14 781 Dollar pro Tonne – und übertraf damit den bisherigen Rekord von 6,69 Dollar pro Pfund von Mitte Mai. An der London Metal Exchange kletterte Kupfer erstmals seit zwei Monaten über die Marke von 14 000 Dollar pro Tonne und näherte sich damit dem Januar-Rekord von 14 500 Dollar. Laut Trading Economics erreichte Kupfer im August 2026 ein Allzeithoch von 6,83 Dollar pro Pfund.economies+1
Das Dekret vom 29. Juni, unterzeichnet von Bergbauminister Louis Kabamba Watum, Außenhandelsminister Julien Paluku Kahongya und Wirtschaftsminister Daniel Mukoko Samba, besagt, dass der Export von Kupfer- und Kobaltkonzentraten verboten ist, wie aus einem von Reuters am Donnerstag eingesehenen Regierungsdokument hervorgeht. Das Verbot tritt sofort in Kraft, wobei der Bergbauminister unter strategischen Umständen einjährige Exportausnahmegenehmigungen erteilen kann.wabx+1
Die DRK ist der weltweit zweitgrößte Kupferlieferant und produziert jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen. Im ersten Quartal 2026 exportierte das Land 696 725 Tonnen Kupferkathoden im Vergleich zu 53 926 Tonnen Kupferkonzentrat, was darauf hindeutet, dass das Verbot ein kleineres, aber kritisches Segment der Produktion betrifft.straitstimes+2
Das Verbot im Kongo traf auf einen bereits angespannten Markt. US-Häfen empfingen im Juli mehr als 200 000 Tonnen Kupfer – das höchste monatliche Volumen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2014 –, da Unternehmen ihre Importe im Vorfeld möglicher Zölle beschleunigten. Die COMEX-Lagerbestände sind in diesem Jahr um mehr als 40 Prozent auf Rekordhöhen gestiegen.economies
Unterdessen greifen chinesische Schmelzhütten zunehmend auf Schrott zurück, da die Verfügbarkeit von Konzentrat knapper wird. Kupferschrott machte im ersten Halbjahr 2026 laut S&P Global 25,2 Prozent des Ausgangsmaterials für Chinas raffinierte Kupferproduktion aus, ein Anstieg um 2,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Behandlungs- und Raffineriegebühren fielen am 5. August auf ein Rekordtief von minus 173 Dollar pro Tonne, was den gravierenden Mangel an Konzentrat widerspiegelt.spglobal
Der Preisanstieg beflügelte die Aktien im gesamten Sektor. Glencore meldete ein bereinigtes EBITDA für das erste Halbjahr von 10,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 86 Prozent, und bestätigte Pläne für eine Zweitnotierung in Sydney im Oktober. Freeport-McMoRan legte um 3,3 Prozent zu, BHP stieg um 2,0 Prozent und Rio Tinto gewann 2,3 Prozent.economies
In Chile hat der staatliche Konzern Codelco die Erweiterung des Projekts Andes Norte in El Teniente nach der Entdeckung neuer seismischer Aktivitäten ausgesetzt. Der Vorstandsvorsitzende Bernardo Fontaine erklärte, es gebe keine Möglichkeit, das jährliche Produktionsziel des Unternehmens von 1,7 Millionen Tonnen innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre zu erreichen.economies