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bloombergreuters+1goldmansachs+1JPMorgan Chase und Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. positionieren sich, um KI-bezogene Schulden in Europa in Milliardenhöhe zu finanzieren. Sie stellen spezialisierte Teams zusammen, um Rechenzentrumsbetreibern und Investoren Finanzierungslösungen anzubieten, während der Kontinent darum kämpft, seine eigene Infrastruktur für künstliche Intelligenz aufzubauen.bloomberg
Der Vorstoß der Wall Street in den europäischen KI-Markt erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte in einer Rede in Wien am 14. September, dass Europa Gefahr läuft, in eine gefährliche Abhängigkeit von amerikanischer KI-Technologie zu geraten. Haushalte im Euroraum halten derzeit etwa 440 Milliarden Euro an Anteilen an US-Technologieunternehmen, darunter Nvidia und Alphabet .euronews+1
Die KI-bezogene Kreditaufnahme ist weltweit sprunghaft angestiegen; laut Schätzungen von Goldman Sachs Research wurden 2026 bisher fast 500 Milliarden Dollar an KI-bezogenen Krediten aufgenommen. Große US-Technologiekonzerne emittierten im vergangenen Jahr Anleihen im Wert von über 100 Milliarden Dollar und machen laut EZB-Daten, auf die sich Lagarde beruft, mittlerweile fast ein Zehntel der neuen auf Euro lautenden Anleiheemissionen von Nicht-Finanzunternehmen aus.goldmansachs+1
Diese Kreditaufnahme hat Folgen für Europa. "Europa wird einen Teil des Preises für diesen Boom durch seine eigenen Kreditkosten zahlen", sagte Lagarde. "Die Frage ist, ob es auch das damit verbundene Wachstum erhalten wird."euronews
JPMorgan ist bereits in diesem Bereich aktiv und arrangierte im August eine Kreditfazilität in Höhe von 441 Millionen Dollar für das Rechenzentrumsunternehmen Global AI. Das französische Startup Mistral AI sicherte sich Anfang des Jahres eine Finanzierung in Höhe von 830 Millionen Dollar, was als die größte KI-fokussierte Kreditaufnahme eines europäischen Technologieunternehmens beschrieben wurde.bloomberg+1
Die Vereinigten Staaten beherbergen laut Lagarde etwa 75 % der weltweiten KI-Rechenkapazität, verglichen mit etwa 5 % in Europa. Die Europäische Kommission schätzt, dass die Lücke zwischen der Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten und dem verfügbaren Angebot in der EU bis 2036 19 Gigawatt erreichen könnte, was potenzielle Kosten von 600 Milliarden Euro zur Schließung dieser Lücke bedeuten würde.euronews
Die kumulierten Investitionen in die europäische Rechenzentrumsinfrastruktur werden laut der European Data Centre Association zwischen 2026 und 2031 voraussichtlich 176 Milliarden Euro erreichen. Die Bereitschaft der Stromnetze hat sich jedoch als der entscheidende Engpass herausgestellt, wobei 67 % der Betreiber den Zugang zu Elektrizität als ihre größte Herausforderung nennen.data-network
Lagarde stellte das Problem nicht als Mangel an europäischem Geld dar, sondern als Versagen bei dessen Kanalisierung. Haushalte im Euroraum hielten bis Mai 2026 fast 10 Billionen Euro an Bankeinlagen, doch etwa 80 % besitzen keine Aktien, Anleihen oder Investmentfonds. Reuters berichtete, dass Lagarde das Potenzial für einen Rückzug der US-Technologie als "eine Art Druckmittel, das kein Handelspartner jemals zuvor gegenüber Europa hatte" beschrieb.reuters+1
"Es gibt keinen Mangel an Kapital in Europa, sondern lediglich ein Problem bei der Weiterleitung der Mittel", sagte Jeremie Peloso, Chefstratege für Europa bei BCA Research. Ben Barringer, Leiter der Technologieforschung bei Quilter Cheviot, argumentierte, dass die tiefere Herausforderung darin liege, "die Bedingungen dafür zu schaffen, dass mehr europäische Unternehmen von Weltrang entstehen und global konkurrieren können."euronews