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imf+1eia+1reutersDer Internationale Währungsfonds (IWF) warnte am Dienstag, dass die globalen Ölmärkte zwar die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Störungen aufgefangen haben, die Reserven und Lagerbestandsabflüsse, die eine ausgewachsene Preiskrise verhinderten, nun jedoch gefährlich erschöpft sind.
In einem auf seiner Website veröffentlichten Blogbeitrag erklärte der IWF, dass der Konflikt etwa ein Fünftel des weltweiten Ölangebots unterbrochen habe, was die Preise in die Höhe trieb, bevor sie sich stabilisierten, da eine geringere Nachfrage, eine erhöhte Produktion außerhalb der Kriegszone und Lagerbestandsabflüsse den Schock abfederten. Der Fonds warnte jedoch, dass diese Puffer nun zur Neige gehen, was die Weltwirtschaft anfällig für weitere Schocks macht.imf+2
Die Warnung kommt eine Woche, nachdem der IWF in seinem Update des World Economic Outlook vom Juli ein globales Wachstum von 3,0 Prozent für 2026 prognostiziert hat, gegenüber 3,1 Prozent im April, wobei die Inflationsprognose teilweise aufgrund höherer und volatilerer Rohstoffpreise auf 4,7 Prozent nach oben korrigiert wurde. Die Ölpreise liegen laut einer separaten IWF-Analyse vom Juni immer noch etwa 30 Prozent über dem Vorkriegsniveau.nationthailand+2
Die U.S. Energy Information Administration (EIA) schätzte, dass die weltweiten Ölvorräte im zweiten Quartal 2026 um durchschnittlich 5,1 Millionen Barrel pro Tag zurückgingen, und prognostizierte einen weiteren Rückgang um 2,2 Millionen Barrel pro Tag im dritten Quartal. Die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete, dass seit Beginn des Krieges bereits etwa 400 Millionen Barrel aus den weltweiten Beständen entnommen wurden.eia+1
Die strategischen Erdölreserven der USA sind auf 349 Millionen Barrel gefallen – ein Tiefstand seit vier Jahrzehnten – und nähern sich damit dem Minimum von etwa 250 Millionen Barrel, das zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur erforderlich ist, so eine Analyse von MUFG. Marketplace berichtete, dass auch die kommerziellen Lagerbestände in den USA stark abgebaut wurden.marketplace+1
Der IWF-Ausblick vom Juli stellte fest, dass die Öl-Terminkurve bis Ende 2026 in Backwardation bleibt, was mit Angebotsstörungen und erhöhten geopolitischen Risiken übereinstimmt. Für die Region Naher Osten und Zentralasien wurde die Wachstumsprognose für 2026 um 1,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,7 Prozent gesenkt, wobei für fünf von acht vom Konflikt betroffenen Ölexporteuren nun ein wirtschaftlicher Rückgang erwartet wird.imf+2
Reuters berichtete im Juni, dass gefährdete Länder nun darum wetteifern, inländische Öllager aufzubauen – ein Vorhaben, das etwa 500 Millionen Barrel an zusätzlichem Rohöl und raffinierten Produkten erfordern könnte –, was den Nachfragedruck weiter erhöht, selbst wenn das Angebot begrenzt bleibt.reuters
Die Botschaft des IWF ist klar: Das Polster, das eine Angebotsstörung davor bewahrte, zu einer globalen Wirtschaftskrise zu werden, ist aufgebraucht. Ohne eine rasche Erholung der Produktionsströme bleiben die Risiken für umfassendere wirtschaftliche Schäden erhöht.