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presstv+1middleeasteye+1presstvDie libanesische Bildungsministerin Rima Karami warf dem israelischen Militär vor, drei öffentliche Schulen im Südlibanon geplündert und zerstört zu haben, womit die Gesamtzahl der durch israelische Streitkräfte vernichteten Bildungseinrichtungen auf mindestens 20 gestiegen ist.
In einer am Freitag von der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur verbreiteten Erklärung sagte Karami, israelische Truppen hätten die Schulen zunächst leergeräumt und dann mit Sprengstoff präpariert. "Die israelische Armee plünderte den Inhalt dieser Einrichtungen und umstellte sie dann mit Sprengstoff, wodurch sie in Schutt und Asche gelegt wurden", sagte sie.presstv+1
Zwei der zerstörten Schulen befanden sich in Khiam, einer Gemeinde im Gouvernement Nabatieh, und eine in Bint Jbeil, ebenfalls im Gouvernement Nabatieh im Südlibanon, so die Ministerin. Karami forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf Israel auszuüben, um die Angriffe auf Bildungseinrichtungen zu stoppen.aa+1
Die Sprengungen sind Teil eines umfassenderen Musters israelischer Militäraktivitäten, die seit dem Wiederaufflammen des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah im März 2026 auf die zivile Infrastruktur im Südlibanon abzielen. Die UNESCO hatte zuvor 17 zerstörte und mehr als 100 beschädigte Schulen im Südlibanon dokumentiert. Etwa 500.000 Kinder im schulpflichtigen Alter im Libanon wurden durch den Konflikt vertrieben, so UNESCO-Zahlen, die von Al Jazeera zitiert wurden.unesco+2
Middle East Eye berichtete, dass die jüngsten Zerstörungen die bestätigte Gesamtzahl der zerstörten Schulen auf 20 erhöhen. Anfang des Jahres tauchten Aufnahmen auf, die zeigen, wie israelische Streitkräfte eine öffentliche Highschool in der Grenzstadt Marwahin sprengten. Im Mai wurden zudem ein Kloster und eine von katholischen Nonnen betriebene Schule zerstört.middleeasteye+2
Der Konflikt hat das libanesische Bildungssystem verwüstet. Nach Angaben des libanesischen Bildungsministeriums waren bis April 339 Schulen in ausgewiesenen Kriegszonen gelegen und geschlossen worden, wobei viele gezwungen waren, auf Fernunterricht umzustellen. Die Bildungsministerin hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Schulen in Gebieten, die Beschuss ausgesetzt sind, etwa 22 Prozent aller Schulen landesweit ausmachen.unesco+1
Nach offiziellen Angaben der libanesischen Regierung hat die israelische Militärkampagne im Südlibanon seit März mindestens 4.324 Menschen getötet, mehr als 12.000 verletzt und über eine Million Menschen vertrieben.presstv