Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

insiderpaper+1theedgemalaysiatheedgemalaysiaEin seltenes Zusammentreffen von extremer Sommerhitze und einer Sonnenfinsternis hat die europäischen Großhandelspreise für Strom am Mittwoch in die Höhe treiben lassen. Die Spotpreise in Deutschland verdoppelten sich auf dem Höhepunkt der Sonnenfinsternis nahezu, was die Anfälligkeit des zunehmend von Solarenergie abhängigen Stromnetzes auf dem Kontinent offenbart.
Die Spot-Strompreise für 15-Minuten-Intervalle rund um den Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis am Mittwochabend erreichten in Deutschland Spitzenwerte von bis zu 461,17 Euro pro Megawattstunde. Dies war mehr als doppelt so viel wie zur gleichen Zeit am Dienstag, wie Daten der europäischen Strombörse EPEX zeigen. Die Intraday-Strompreise in Frankreich und Deutschland kletterten zwischen 20 und 21 Uhr Ortszeit auf weit über 300 Euro pro Megawattstunde und übertrafen damit die am Vortag festgelegten Day-Ahead-Preise: ein Zeichen dafür, dass sich der Markt weiter verengt hatte.bloomberg+2
Es wird erwartet, dass die Sonnenfinsternis die europäische Solarleistung zwischen 19:15 und 21:30 Uhr um etwa 9,7 Gigawatt verringern wird, so eine Prognose von Entso-e, dem Verband europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Spanien, wo die Sonnenfinsternis total sein wird, steht vor dem größten Einbruch der Solarstromerzeugung. In Großbritannien warnte der National Energy System Operator vor knappen Kapazitäten für Mittwochabend und forderte die Marktteilnehmer auf, freie Erzeugungskapazitäten anzubieten.theedgemalaysia+1
Die Sonnenfinsternis traf auf eine anhaltende Hitzewelle, die das europäische Stromnetz bereits stark belastet hat. Eine Hochdruck-Hitzeglocke wird die Temperaturen in Teilen Frankreichs bis zum Wochenende voraussichtlich auf 40 °C ansteigen lassen, während für London am Donnerstag 37 °C vorhergesagt werden.theedgemalaysia
Frankreichs Atompark, das Rückgrat der europäischen Stromversorgung, wurde hart getroffen: Hohe Flusswassertemperaturen zwangen die Betreiber, die Leistung von Reaktoren zu drosseln oder diese ganz abzuschalten. Eine Quallenplage an einem Küstenstandort legte in dieser Woche mehr als drei Gigawatt Erzeugungskapazität lahm. Auch Rumänien und Ungarn haben die Atomstromerzeugung aufgrund sinkender Donau-Pegelstände eingeschränkt.insiderpaper+1
„Wir sehen derzeit ganz klar einen sehr heißen Sommer, der die Produktion einschränkt, was zu kurzfristigen Verwerfungen führen wird“, sagte E.ON-Chef Leonhard Birnbaum am Mittwoch gegenüber Bloomberg TV.theedgemalaysia
Die Preisschwankungen verdeutlichen die Volatilität des deutschen Marktes, der aus der Kernkraft ausgestiegen ist und sich stark auf erneuerbare Energien verlässt. Am Dienstag fielen die Großhandelspreise zwischen 12 und 15 Uhr bei wolkenlosem Himmel fast auf Null, nur um wenige Stunden später durch die Sonnenfinsternis in die Höhe zu schießen. Obwohl die meisten Verbraucher und Unternehmen Strom zu Festpreisen beziehen, verdeutlicht dieser Vorfall die Herausforderungen, vor denen die Netzbetreiber stehen, wenn sie das Angebot bei sich überschneidenden wetterbedingten und astronomischen Störungen ausgleichen müssen.insiderpaper