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reuters+1solarquarter+1ad-hoc-news+1Google Alphabet Inc. kündigte am Mittwoch Pläne an, in den Jahren 2027 und 2028 mindestens 13 Milliarden Euro (15,1 Milliarden Dollar) in KI-Infrastruktur in Finnland zu investieren. Das Unternehmen verbindet seine bisher größte europäische Einzelinvestition mit einem 22-jährigen Stromabnahmevertrag für Kernenergie mit dem finnischen Versorger Fortum, der den Betrieb eines wichtigen Kraftwerks über Jahrzehnte sichern wird.
Laut Reuters ist dies Googles erster Kernenergie-Vertrag außerhalb der Vereinigten Staaten und ließ die Fortum-Aktien an der Nasdaq Helsinki um bis zu 14 % in die Höhe schnellen.wsj+2
Im Rahmen des Stromabnahmevertrags (PPA) wird Google ab 2028 Strom aus dem Kernkraftwerk Loviisa von Fortum beziehen und die Abnahme von 2030 bis 2049 auf bis zu 50 % der Erzeugungskapazität der Anlage ausweiten. Das Kraftwerk liefert derzeit etwa 10 % des finnischen Stroms und beschäftigt rund 580 Mitarbeiter. Ohne das Investitionsprogramm von etwa 1 Milliarde Euro zur Laufzeitverlängerung, das durch diesen Deal nun abgesichert ist, hätte das Werk den Betrieb bis 2030 eingestellt.solarquarter+2
Fortum erklärte, dass der PPA die vergleichbare Rendite auf das Nettovermögen des Konzerns im Laufe der Zeit um etwa 1,4 Prozentpunkte steigern dürfte, sobald die Hälfte der Produktion vertraglich gebunden ist, was das langfristige RONA-Ziel des Unternehmens von 14 % unterstützt. Die Vereinbarung ermöglicht zudem eine zusätzliche Kapazitätserhöhung um 10 MW neben einem bereits geplanten Upgrade um 38 MW, das für 2028 vorgesehen ist.solarquarter
Über den Kernenergie-PPA hinaus unterzeichneten die beiden Unternehmen eine Absichtserklärung zur Prüfung neuer Kernreaktoren in Loviisa, Projekten für erneuerbare Energien und Flexibilitätslösungen, einschließlich eines 94-MW-Batteriespeichersystems in der Nähe von Googles neuem Rechenzentrum in Kajaani.marketscreener+1
Googles Engagement in Höhe von 13 Milliarden Euro umfasst Rechenzentren an vier Standorten, Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala, sowie Verbesserungen am Stromnetz, Projekte für saubere Energie und Batterieinstallationen. Das Unternehmen prognostiziert, dass die Bauphase jährlich 3,6 Milliarden Euro zum finnischen BIP beitragen und mehr als 37 000 Arbeitsplätze unterstützen wird, wobei nach Inbetriebnahme der Anlagen etwa 7 000 dauerhafte Stellen entstehen sollen.googlecloudpresscorner+1
"Diese Investition ist historisch für Finnland", sagte Premierminister Petteri Orpo gegenüber AFP und bezeichnete sie als Beweis dafür, "dass wir die richtigen Dinge getan haben", um das Stromnetz und die Stromproduktion des Landes auszubauen. Das kalte Klima, das verfügbare Land und der reichlich vorhandene kohlenstoffarme Strom haben Finnland zu einem Magneten für Rechenzentrumsbetreiber gemacht, wobei CNBC berichtet, dass Branchenbeobachter das Land bereits als "das Texas Europas" bezeichnen.cnbc+1
Ruth Porat, Präsidentin und Chief Investment Officer von Alphabet, sagte, die Investition "unterstreicht Googles Engagement, unsere Präsenz verantwortungsbewusst auszubauen, indem wir die Erweiterung unserer technischen Infrastruktur mit neuer Energiekapazität, Netzverbesserungen und Initiativen für bezahlbare Energie koppeln". Google gab an, mit dem finnischen Netzbetreiber Fingrid und Business Finland zusammengearbeitet zu haben, um die neuen Anlagen in Nord- und Mittelfinnland anzusiedeln, wo die bestehende Netzinfrastruktur und kohlenstofffreie Energiequellen die Systemkosten senken können.blog+1
Google kündigte zudem neue Verträge für Windkraft an Land an, wodurch sich die gesamte vertraglich gebundene Windkraftkapazität in Finnland auf 629 MW erhöht. Zudem verpflichtete sich das Unternehmen, über vier Jahre 31 Millionen Euro in kommunale Programme für Bildung und wirtschaftliche Entwicklung in den vier Standortgemeinden zu investieren.investing+1