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reuterstradingview+1indexbox+1Die Goldpreise fielen am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit fast einer Woche, belastet durch einen festeren US-Dollar und erneute geopolitische Spannungen, die die Ölpreise in die Höhe trieben und Inflationssorgen schürten, während sich die Anleger auf die Veröffentlichung des Protokolls der Juni-Sitzung der Federal Reserve im Laufe des Tages vorbereiteten.
Der Spot-Goldpreis fiel am Mittwoch auf etwa 4.100 US-Dollar pro Unze und zog sich damit von einem am Montag erreichten Zweiwochenhoch zurück, wie Reuters berichtet. Der Rückgang erfolgte, nachdem der US-Dollar-Index auf 101,21 Punkte geklettert war, den höchsten Stand seit dem 2. Juli, nachdem die Vereinigten Staaten ihre Militärschläge gegen den Iran wieder aufgenommen hatten. Der stärkere Greenback macht auf Dollar lautendes Gold für Inhaber anderer Währungen teurer.reuters+2
Der Ausverkauf markierte eine Umkehr der Rallye der letzten Woche, die durch schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten befeuert worden war, was Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen für eine kurzfristige Zinserhöhung zurückzuschrauben. Die Märkte sehen nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 56 % für eine Zinserhöhung im September, gegenüber mehr als 60 % vor dem Beschäftigungsbericht, so das CME FedWatch-Tool.cnbc
Die Federal Reserve wird am Mittwochnachmittag das Protokoll ihrer Sitzung vom 16. bis 17. Juni veröffentlichen. Bei dieser Sitzung, der ersten unter der Leitung von Fed-Chef Kevin Warsh, hielt der Ausschuss den Leitzins einstimmig bei 3,50 %–3,75 %. Die neuesten Prognosen offenbarten einen tief gespaltenen Ausschuss, wobei neun von 19 politischen Entscheidungsträgern bis Jahresende mindestens eine weitere Zinserhöhung erwarten.tradingview+2
Analysten von The Wall Street Journal News Corp merkten an, dass das Protokoll voraussichtlich die kurzfristige Richtung der Renditen von Staatsanleihen und damit auch die Goldpreise beeinflussen wird. Höhere Zinsen belasten das nicht verzinsliche Edelmetall, da sie die Opportunitätskosten für das Halten von Gold erhöhen.wsj
Trotz kurzfristiger Gegenwinde bleibt die strukturelle Unterstützung für Gold intakt. Der World Gold Council berichtete, dass die Zentralbanken ihre Goldreserven im Mai 2026 netto um 41 Tonnen aufgestockt haben, das zweithöchste monatliche Volumen des Jahres. Polen führte die Käufe mit 18 Tonnen an, gefolgt von China mit 10 Tonnen – dem 20. Monat in Folge mit Käufen. Auch Usbekistan, Kasachstan und Singapur haben ihre Bestände aufgestockt.indexbox+1
Die Umfrage des Rates für 2026 ergab, dass 89 % der befragten Zentralbanken erwarten, dass die globalen Goldreserven in den nächsten 12 Monaten weiter steigen werden, während rekordverdächtige 45 % planen, ihre eigenen Reserven mit Gold aufzustocken.gold+1