Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

oecdsaudigazette+1bea+1Das Wirtschaftswachstum in den G20-Staaten hat sich im zweiten Quartal 2026 verlangsamt. Saudi-Arabien erlitt dabei den stärksten Einbruch unter den Mitgliedsländern, da der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Ölproduktion und die Handelsströme durch die Straße von Hormus massiv störte.
Das BIP im G20-Raum wuchs im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, ein Rückgang gegenüber den 0,8 Prozent im vorangegangenen Quartal, wie aus vorläufigen Schätzungen der OECD vom Sonntag hervorgeht. Die Daten unterstreichen, wie der Nahost-Konflikt, der nun in sein zweites Jahr geht, weiterhin die globale Wirtschaftsdynamik belastet, selbst wenn sich einige Volkswirtschaften an die erhöhten Energiekosten angepasst haben.oecd
Das reale BIP Saudi-Arabiens schrumpfte im zweiten Quartal um 4,7 Prozent im Jahresvergleich, was auf einen Einbruch der Ölaktivitäten um 24,8 Prozent zurückzuführen ist, so Schätzungen der nationalen Statistikbehörde. Saisonbereinigt fiel das BIP um 4,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal, als die Wirtschaft noch um 3,0 Prozent gewachsen war. FocusEconomics bezeichnete den Rückgang als den schwächsten Wert seit sechs Jahren.saudigazette+3
Sowohl die Nicht-Öl-Aktivitäten als auch die staatlichen Aktivitäten wuchsen im Jahresvergleich nur um 0,9 Prozent und konnten den starken Rückgang im Ölsektor nicht ausgleichen. Der Abschwung ist direkt auf die Störungen rund um die Straße von Hormus zurückzuführen, wo die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr wiederholt beeinträchtigt haben. Der tägliche Schiffsverkehr durch die Straße, über die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, ging während des Konflikts laut dem maritimen Datenunternehmen Kpler stark zurück.nytimes+1
Die Auswirkungen des Konflikts gehen weit über die Golfregion hinaus. In den Vereinigten Staaten verlangsamte sich das BIP-Wachstum im zweiten Quartal auf eine annualisierte Rate von 1,5 Prozent, nach 2,1 Prozent im ersten Quartal, so das Bureau of Economic Analysis. Investopedia merkte an, dass die hartnäckig hohe Inflation, die durch den Iran-Krieg noch verschärft wurde, weiterhin Risiken für den US-Aufschwung berge.investopedia+1
Die spanische Wirtschaft erwies sich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent im zweiten Quartal als widerstandsfähiger, doch die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten seit Juli hat die Öl- und Gaspreise erneut in die Höhe getrieben und die Gesamtinflation im August laut CaixaBank Research auf 4,3 Prozent gedrückt. In British Columbia meldete die Provinzregierung für Juli eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, was weitgehend auf gestiegene Benzinpreise und globale Lieferkettenstörungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt zurückzuführen sei, wobei die BIP-Prognose für 2026 bei nur 0,9 Prozent liegt.caixabankresearch+1
Die Ölpreise sind wiederholt stark angestiegen, da sich die Kämpfe um die Straße von Hormus intensiviert haben. Anfang September notierte Brent-Rohöl bei etwa 97 Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vormonat, so Al Jazeera. Das Wall Street Journal News Corp berichtete, dass erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran Ende August die Versorgungsrisiken weiter verschärft hätten.wsj+1
Die OECD-Daten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem politische Entscheidungsträger weltweit mit einer schwierigen Kombination aus nachlassendem Wachstum und anhaltender, durch Energiekosten getriebener Inflation kämpfen – eine Herausforderung, die ohne eine dauerhafte Deeskalation am Persischen Golf kaum zu bewältigen sein dürfte.