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qz+1qz+1independent+1Alle 20 Mitglieder der G20 haben am Mittwoch einstimmig ein von den USA unterstütztes Rahmenwerk zur Steuerung künstlicher Intelligenz gebilligt und der Trump-Regierung damit einen diplomatischen Erfolg auf einem zweitägigen Technologiegipfel in Chapel Hill, North Carolina, beschert. Das unverbindliche Abkommen, die sogenannten Carolina Principles, fordert Regierungen dazu auf, sektorspezifische Ansätze bei der KI-Regulierung anzuwenden, die Schaffung neuer Regulierungsbehörden zu vermeiden und bei der Bewertung neuer Technologien enger mit der Privatwirtschaft zusammenzuarbeiten.qz+1
Handelsminister Howard Lutnick gab die Einigung zum Abschluss des G20-Innovationsministertreffens bekannt und sagte, die Sicherung der Unterstützung aller teilnehmenden Länder habe "enorme Arbeit" erfordert. Michael Kratsios, Direktor des Office of Science and Technology Policy im Weißen Haus, erklärte, die Prinzipien seien darauf ausgelegt, flexible politische Rahmenbedingungen zu fördern, die das Wirtschaftswachstum vorantreiben. "Das ist der Geist der Carolina Principles, und so werden wir die Chancen für Amerikaner und Menschen auf der ganzen Welt erweitern", sagte er in einer Erklärung.awazthevoice+1
Der Gipfel bot Auftritte einiger der prominentesten Persönlichkeiten der KI-Branche. Nvidia -CEO Jensen Huang drängte Regierungen dazu, sich auf nachgewiesene Schäden statt auf hypothetische zu konzentrieren. "Die Technologie befindet sich in einem frühen Stadium, und mein Rat wäre, praktische und tatsächliche Schäden zu regulieren, nicht theoretische und hypothetische", sagte Huang. OpenAI-CEO Sam Altman bezeichnete die Nutzung von KI als "nicht verhandelbar", verglich die Bedeutung der Technologie mit Elektrizität und sagte voraus, sie werde die "größte unternehmerische Explosion" der Geschichte auslösen. Elon Musk, der per Videoschalte teilnahm, argumentierte, dass eine starke Regulierung Innovationen ersticken würde, und sagte laut The Wall Street Journal News Corp , dass KI die Weltwirtschaft um 20 bis 30 Prozent steigern könnte.independent+2
Das Rahmenwerk fand sogar bei US-Gegnern Unterstützung. Sowohl China als auch Russland billigten die Prinzipien, nur wenige Wochen bevor der chinesische Präsident Xi Jinping zu Gesprächen mit Präsident Donald Trump in Washington erwartet wird, bei denen es auch um KI gehen soll. Das Abkommen wird dem G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, der für Dezember in Trumps Golfclub in Doral, Florida, geplant ist, zur formellen Verabschiedung vorgelegt.thestar+1
Dennoch bleiben Differenzen bestehen. Die Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission für technologische Souveränität, Henna Virkkunen, warnte, dass KI neue Bedrohungen erzeuge – darunter eine kürzliche Welle von Angriffen durch unkontrollierte KI-Modelle –, die eine enge internationale Koordinierung erforderten. "Es ist nicht einfach, sich unter so vielen verschiedenen Ländern" auf KI zu einigen, sagte sie. Die EU verfolgt einen strukturierteren, risikobasierten Regulierungsansatz, was sie in Gegensatz zu Washingtons Bestreben nach weniger KI-spezifischen Beschränkungen bringt.qz+2