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fitchratingsfitch+1koreatimesFitch Ratings hat am Dienstag seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent angehoben und erklärt, dass sich die Weltwirtschaft trotz des Energieschocks infolge des Konflikts im Nahen Osten besser gehalten hat als erwartet. Die Aufwertung ging jedoch mit einer deutlichen Warnung einher: Höhere Realzinsen, die durch eine restriktivere Federal Reserve und reduzierte Anleihekäufe der Zentralbank angetrieben werden, straffen die finanziellen Bedingungen weltweit.fitchratings
Die revidierte Prognose markiert eine Kehrtwende gegenüber dem Ausblick von Fitch im Juni, der die globale Wachstumsprognose für 2026 als Reaktion auf die steigenden Ölpreise auf 2,4 Prozent gesenkt hatte. Die Widerstandsfähigkeit der Verbraucherausgaben und eine bessere Absorption des Energieschocks als befürchtet scheinen die Aufwertung vorangetrieben zu haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte seinerseits Anfang des Monats, dass die globale Produktion weiterhin auf einem Kurs von etwa 3 Prozent Wachstum im Jahr 2026 liege, warnte jedoch, dass die Unsicherheit "weiterhin hoch bleibe".Reuters+1
Der Hintergrund für den vorsichtigen Ton von Fitch ist die Entscheidung der Federal Reserve vom 16. September, die Zinsen um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent anzuheben, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Fed-Chef Kevin Warsh schloss sich einem einstimmigen Votum für die Erhöhung an, wobei neue Prognosen zeigen, dass der Leitzins bis Jahresende 4 bis 4,25 Prozent erreichen wird. Die Märkte preisen laut CME FedWatch derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 53 Prozent für eine weitere Anhebung bei der Fed-Sitzung im Oktober ein.koreatimes+2
Die Zinserhöhung hat Auswirkungen auf die Anleihemärkte. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe erreichte ein neues Zweijahreshoch bei fast 4,79 Prozent, während die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Anleihe knapp unter 5 Prozent verharrte, nachdem sie letzte Woche kurzzeitig 5,041 Prozent berührt hatte, den höchsten Stand seit 2007. Die Präsidentin der Boston Fed, Susan Collins, schrieb am Dienstag auf LinkedIn, dass sie die Zinserhöhung unterstütze, unter Verweis auf das Risiko, dass die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank bleiben werde.koreatimes
"Wir hatten letzte Woche viel Aktivität mit der Bewegung bei den Renditen und vielen Ereignissen, die es zu verdauen galt", sagte Jim Barnes, Direktor für festverzinsliche Wertpapiere bei Bryn Mawr Trust. "Die Renditen scheinen einen gewissen Höchststand erreicht zu haben, und der Markt sucht nach einem Katalysator, um den Trend umzukehren".koreatimes
Die Ölpreise, die seit Beginn des Krieges zwischen den USA/Israel und dem Iran in die Höhe geschossen sind, befeuern weiterhin Inflationssorgen und Erwartungen auf eine weitere geldpolitische Straffung. Präsident Donald Trump sagte am Dienstag vor den Vereinten Nationen, er glaube, dass die USA nach den Zwischenwahlen im November ein Abkommen mit dem Iran erreichen würden. Fitchs eigener Ausblick für die Staatsverschuldung hat sich aufgrund des Konflikts im Nahen Osten bereits auf "verschlechternd" geändert. Da die Weltbank das globale Wachstum für 2026 auf nur 2,5 Prozent prognostiziert, spiegelt Fitchs leicht höhere Zahl immer noch eine Wirtschaft wider, die zwischen widerstandsfähiger Nachfrage und der Anziehungskraft steigender Kreditkosten navigiert.fitchratings+2