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seattlepi+1nytimesreddit+1FIFA-Präsident Gianni Infantino wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen die politische Neutralität an die Ethikermittler des Internationalen Olympischen Komitees verwiesen, nachdem US-Präsident Donald Trump während des Turniers 2026 Lobbyarbeit geleistet hatte, um die Sperre eines WM-Spielers aufzuheben.
Die in London ansässige Sport- und Menschenrechtsorganisation FairSquare kündigte am Mittwoch an, eine formelle Beschwerde bei der IOC-Ethikkommission einzureichen, die sich auf das bezieht, was sie als „wiederholten Verstoß gegen die Regeln der politischen Neutralität“ durch Infantino bezeichnete. Der Schritt erfolgte einen Tag, nachdem IOC-Präsidentin Kirsty Coventry Reportern mitgeteilt hatte, dass eine solche Beschwerde noch nicht eingegangen sei.seattlepi+1
Die Beschwerde konzentriert sich auf die Kontroverse um den US-Stürmer Folarin Balogun, der während des 2:0-Sieges der Co-Gastgeber im Achtelfinale eine Rote Karte erhielt. Trump rief Infantino an und drängte auf eine Überprüfung der Ein-Spiel-Sperre für Balogun, wie The Athletic berichtete. Das unabhängige Disziplinarkomitee der FIFA fand daraufhin einen Weg, die Sperre auszusetzen, was es Balogun ermöglichte, im Achtelfinalspiel gegen Belgien anzutreten.nytimes
Dies ist nicht das erste Mal, dass FairSquare Bedenken hinsichtlich der Beziehung zwischen Infantino und Trump äußert. Im Dezember 2025 reichte die Gruppe eine Beschwerde bei der FIFA-eigenen Ethikkommission ein, in der sie Voreingenommenheit im Zusammenhang mit Infantinos Lob für Trump und der Entscheidung der FIFA vorwarf, dem US-Präsidenten während der Auslosung der Weltmeisterschaft 2026 den ersten Friedenspreis der Organisation zu verleihen. Die FIFA-Ethikkommission führte eine eigene Untersuchung durch und kam zu dem Schluss, dass es keine Beweise für Fehlverhalten gebe.reddit+1
Die Entscheidung, nun das IOC einzuschalten – das die FIFA als anerkannter internationaler Verband beaufsichtigt –, spiegelt die Frustration über die internen Rechenschaftsmechanismen der FIFA wider. CNBC berichtete, dass Trump FIFA-Tickets im Wert von 15.000 US-Dollar von Infantino erhalten habe, was die Prüfung ihrer Beziehung weiter verschärfte.cnbc
Die Affäre um Balogun hat Proteste aus Belgien hervorgerufen, dessen Fußballverband erklärte, er sei „erstaunt“ über die Entscheidung, den gesperrten Spieler für spielberechtigt zu erklären. Die BBC fragte, ob die Kontroverse Infantinos zehnjährige Amtszeit an der Spitze der FIFA gefährden könnte, merkte jedoch an, dass eine Absetzung unwahrscheinlich bleibe.bbc+1
Die Beschwerde beim IOC wirft breitere Fragen über den politischen Einfluss auf die Sportführung auf, in einer Zeit, in der die Weltmeisterschaft auf amerikanischem Boden ausgetragen wird und erwartet wird, dass Trump den Siegern die Trophäe überreicht.