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ft+1ft+1americanbazaaronline+1Die FIFA plant den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an einer neuen kommerziellen Einheit, die mit etwa 20 Milliarden Dollar bewertet wird, berichtete die Financial Times am Montag. Dies markiert das erste Mal, dass sich der Weltfußballverband für externe Investoren öffnet, um den rekordverdächtigen kommerziellen Erfolg der Weltmeisterschaft 2026 zu nutzen.
Die Einheit, in der die Übertragungs- und Sponsoringrechte der FIFA zusammengefasst werden sollen, wird laut Financial Times mit Unterstützung von JPMorgan Chase aufgebaut. Die FIFA strebt an, bis zu 4,2 Milliarden Dollar durch den Verkauf von bis zu 20 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft zu erzielen. Die Erlöse sollen über das FIFA Forward-Entwicklungsprogramm an die Mitgliedsverbände verteilt werden.ft+2
Joshua Kushners Thrive Capital gehört zu den potenziellen Geldgebern für den Deal, während der ehemalige CEO von Liberty Media, Greg Maffei, als kommerzieller Berater fungiert. Kushners Firma, die ein Vermögen von rund 25 Milliarden Dollar verwaltet, hat Anfang des Jahres eine Tochtergesellschaft für permanentes Kapital namens Thrive Eternal gegründet, die sich auf den Erwerb von Anteilen an kulturellen Vermögenswerten konzentriert, die nicht durch Technologie repliziert werden können.axios+2
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die FIFA eine beispiellose kommerzielle Dynamik erlebt. Die Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wurde, generierte nach ersten Schätzungen Einnahmen von über 9 Milliarden Dollar und übertraf damit die ursprünglichen Prognosen bei weitem. Die FIFA hatte für den kommerziellen Zyklus 2023-2026 Gesamteinnahmen von 11 bis 13 Milliarden Dollar prognostiziert, was einem Anstieg von etwa 50 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Zeitraum entspricht.gabelli+2
Allein die Übertragungsrechte überstiegen erstmals die Marke von 4 Milliarden Dollar, während die Sponsoringeinnahmen die 2,8 Milliarden Dollar-Grenze überschritten. Die FIFA bereitet bereits den Verkauf der US-Medienrechte für die Turniere 2030 und 2034 als gebündeltes Paket vor, das laut Schätzungen einiger Führungskräfte bis zu 4 Milliarden Dollar wert sein könnte.sportsvalue+1
Der Anteilsverkauf würde einen strukturellen Wandel für die FIFA bedeuten, die historisch als gemeinnütziger Verband agierte, der durch die kommerziellen Erlöse seiner Turniere finanziert wird. Die Organisation meldete vor dem WM-Zyklus Reserven von fast 4 Milliarden Dollar. Das FIFA Forward-Programm, das die Erlöse erhalten soll, hat bisher über 5 Milliarden Dollar in die Unterstützung von mehr als 200 Mitgliedsverbänden für Fußballentwicklungsprojekte investiert.facebook+1
Der Deal spiegelt auch einen breiteren Trend wider, bei dem Private Equity und institutionelles Kapital in den Fußball fließen, von den Investitionen von CVC Capital Partners in europäische Ligen bis hin zu individuellen Eigentümerdeals bei Vereinen. Der Einstieg der FIFA in diesen Bereich würde jedoch in einem Ausmaß und Umfang erfolgen, der sich von allen bisherigen Kommerzialisierungsbemühungen im Sport unterscheidet.footballbenchmark