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eunews+1ecb.europa+1cryptoslate+1Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am Montag, den 21. September, Pontes starten, ihre auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT) basierende Abwicklungsplattform für Finanzinstitute, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach einem Treffen der Eurogruppe am 18. September bekannt gab. Die Plattform markiert einen Meilenstein im Bestreben des Eurosystems, die europäische Zahlungsinfrastruktur zu modernisieren und bereitet den Weg für die mögliche Einführung eines digitalen Euro für den Einzelhandel.eunews
Pontes verbindet marktbasierte DLT-Plattformen mit den TARGET-Diensten des Eurosystems und ermöglicht es Instituten, tokenisierte Transaktionen in Zentralbankgeld anstelle von Geschäftsbankeinlagen oder Stablecoins abzuwickeln. Das System bietet zwei Abwicklungsmodelle: Cash-Token, die tokenisierte Darstellungen von Zentralbankgeld auf der eigenen DLT des Eurosystems sind, und ein Trigger-Modell, das konventionelle Zahlungen über das TARGET-Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem auslöst.ecb.europa+1
Der EZB-Rat billigte die zweigleisige DLT-Strategie im Juli 2025, wobei Pontes als kurzfristige Lösung dient und ein langfristiges Projekt namens Appia sich auf den Aufbau künftiger Finanzmarktinfrastruktur konzentriert. Institute, die ab dem Starttag teilnehmen wollten, mussten sich bis zum 7. August bei ihren nationalen Zentralbanken registrieren und den Abschluss entsprechender Tests nachweisen.ledgerinsights+1
Lagarde deutete zudem an, dass die Gesetzgebung für den digitalen Euro bis Ende 2026 abgeschlossen sein könnte. Das Europäische Parlament genehmigte im Juli Trilog-Verhandlungen über den vorgeschlagenen Rechtsrahmen, und die Mitgesetzgeber arbeiten darauf hin, den digitalen Euro bis 2029 einsatzbereit zu haben.freshfields+1
Unabhängig davon eröffnete die EZB am 15. September die Bewerbungsphase für Online- und Mobilhändler im Euroraum zur Teilnahme an einem kontrollierten Pilotprojekt für den digitalen Euro, mit einer Frist bis zum 27. Oktober. Die 12-monatige operative Phase wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen und 36 bereits ausgewählte Zahlungsdienstleister sowie teilnehmende Händler und Mitarbeiter des Eurosystems einbeziehen. Die im Pilotprojekt verwendete Beta-Version wird keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel haben, und die EZB hat betont, dass noch keine Entscheidung über die Ausgabe eines digitalen Euro getroffen wurde.ecb.europa+3
Das Projekt für einen digitalen Euro stieß auf Widerstand bei Teilen der europäischen Bankenbranche und einigen EU-Abgeordneten, die Bedenken hinsichtlich Risiken für die Finanzstabilität und einer möglichen Disintermediation von Geschäftsbanken äußerten. Lagarde hat die Initiative als wesentlich bezeichnet, um Europas Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsnetzwerken zu verringern, und argumentiert, dass sie dem Euroraum ein souveränes Zahlungsinstrument geben würde, das im gesamten Währungsgebiet nutzbar ist.fii-institute+1