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reuters.com+1.cnbc.com+1.gulfbusiness.com+1.Binance hat etwa 3 Milliarden der rund 6,3 Milliarden Dollar eingefroren, die bei dem, was Analysten als den größten Kryptodiebstahl der Geschichte bezeichnen, entwendet wurden. Rechts- und Blockchain-Experten weisen darauf hin, dass eingefrorene Gelder nicht mit wiedererlangten Geldern gleichzusetzen sind, und warnen, dass das Versprechen der Börse, Kunden zu entschädigen, vor Gericht möglicherweise nicht standhält. Binance erklärte, man werde alle Verluste aus dem Secure Asset Fund for Users (SAFU) und aus Unternehmensmitteln decken und dass "Kundengelder sicher seien". Reuters berichtete, dass Binance intern etwa 6,34 Milliarden Dollar an Unternehmensmitteln zurückgestellt hat, um die Verluste zu decken, ohne jedoch anzugeben, woher das Geld stammt.reuters.com+1
"Ein Einfrieren stoppt den Geldfluss, aber die Wiedererlangung erfolgt durch rechtliche Prozesse", sagte Ari Redbord, globaler Leiter für Politik bei TRM Labs, gegenüber CNBC. Er erklärte, dass Strafverfolgungsbehörden in der Regel einen Gerichtsbeschluss oder einen Beschlagnahmebefehl benötigen, bevor Emittenten von Stablecoins die Vermögenswerte an ihre Eigentümer zurückgeben können. Bitcoin und Ether sind schwerer zurückzuholen, da kein Emittent sie einfrieren kann. Eric Jardine von Chainalysis sagte, dass ein Einfrieren zwar schnell gehen könne, "die Rückgabe von Geldern aber Monate oder Jahre dauern kann". Tether fror fast 1,57 Milliarden Dollar ein, und die Circle Internet Group fror mehr als 800 Millionen Dollar ein.cnbc.com+1
Alexander Shirtcliff, der bei der Anwaltskanzlei Edwin Coe für Handelsstreitigkeiten zuständig ist, sagte, Kunden "sollten dies nicht als rechtlich bindend betrachten". Er wies darauf hin, dass die allgemeinen Nutzungsbedingungen von Binance die Haftung begrenzen und keine Verpflichtung zur Nutzung des SAFU enthalten. Er prognostizierte zudem, dass über das Eigentum an den eingefrorenen Vermögenswerten vor Gericht gestritten werden wird und dass eine Sammelklage möglich sei. Sein Kollege Daniel Tunkel unterschied zwischen "Schmeicheleien des Binance-Vorstands" und dem, was Kundenverträge tatsächlich versprechen.gulfbusiness.com
Der SAFU wurde 2018 eingerichtet und hielt historisch etwa 1 Milliarde Dollar. Sean Farrell von Fundstrat Global Advisors schätzt den Fonds auf etwa 1,2 Milliarden Dollar, was seiner Meinung nach etwa ein Drittel der 3,3 Milliarden Dollar decken könnte, die noch nicht eingefroren sind, vorausgesetzt, die eingefrorenen Stablecoins werden zurückgegeben. Der Rest müsste aus den eigenen Mitteln der Börse kommen. Farrell sagte, er sehe kein "signifikantes Solvenzrisiko", warnte aber, dass ein Defizit Binance dazu zwingen könnte, Reserven zu verkaufen. Johnny Mehta von Axis Investment Management war skeptischer und argumentierte, dass Notfallreserven wie der SAFU willkürlich seien und wahrscheinlich nicht für Verluste dieser Größenordnung ausreichten.cnbc.com+2
Binance teilte mit, man erwarte, dass Auszahlungen innerhalb von 48 Stunden wieder aufgenommen werden. Farrell sagte, wie schnell die Auszahlungen wieder anlaufen und ob die Abflüsse geordnet bleiben, werde "der entscheidende Indikator" sein.cnbc.com+1