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ghanawebcbsnewsgbnews+1Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die am 12. Juni im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt beginnt, wird von einer Reihe von Visum-Ablehnungen überschattet, die scharfe Kritik sowohl an der Regierung der Vereinigten Staaten als auch an der FIFA-Führung hervorgerufen haben. Dies wirft die Frage auf, ob ein Turnier, das die globale Einheit feiern soll, mit einer harten Einwanderungspolitik vereinbar ist.
Omar Artan, der der erste somalische Schiedsrichter bei einer Weltmeisterschaft hätte werden sollen, wurde am 7. Juni nach seiner Ankunft am Miami International Airport aus Istanbul die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde erklärte, Artan sei "aufgrund von Sicherheitsbedenken als unzulässig eingestuft worden", während ein Regierungsbeamter später gegenüber CBS News angab, die Ablehnung beruhe auf einer "Verbindung zu mutmaßlichen Mitgliedern von Terrororganisationen". Die FIFA bestätigte, dass Artan "nicht in der Lage sein wird, bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu trainieren und zu pfeifen", und erklärte, sie mische sich nicht in die Einwanderungsprozesse der Gastländer ein. Artan wurde bei seiner Rückkehr nach Mogadischu wie ein Held empfangen. Somalia steht auf der Liste der 39 Länder, die von der Einreiseverbotsverordnung von Präsident Trump betroffen sind, welche trotz Ausnahmen für WM-Teilnehmer eine nahezu vollständige Einreisebeschränkung vorsieht.aljazeera+4
Der iranische Fußballverband beschuldigte die USA eines "rachsüchtigen Verhaltens", nachdem 14 Betreuer und Funktionäre vor den Spielen in Los Angeles und Seattle keine Visa erhalten hatten. Während vier später in Berufungsverfahren erfolgreich waren, bleiben 11 weiterhin gesperrt. Die Trump-Regierung erklärte, sie habe Visa für Spieler und notwendiges Unterstützungspersonal ausgestellt, warnte jedoch, sie werde "nicht zulassen, dass das iranische Team dieses System missbraucht, um Terroristen in die Vereinigten Staaten einzuschleusen".gbnews+3
Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter meldete sich am 13. Juni zu Wort und schrieb auf X, dass ein WM-Gastgeber "zwei Grundprinzipien garantieren muss: die Sicherheit des Landes und die uneingeschränkte Einreise aller qualifizierten Teams, Offiziellen und Schiedsrichter". Er fügte hinzu, dass der Fall Artan gegen diese Verpflichtungen verstoße und dass "die FIFA niemals die Universalität des Fußballs gefährden darf".ghanaweb
FIFA-Präsident Gianni Infantino erntete am 11. Juni auf einer Pressekonferenz vor dem Turnier in Mexiko-Stadt Kritik, als er Reportern sagte, es sei manchmal besser, bei Visum-Fragen "abzuschalten und sich zu entspannen". "Wir sind nicht die Könige der Welt, die über Regierungen und Polizeikräfte herrschen können", sagte er. "Wir sind eine Sportorganisation, wir versuchen unser Bestes mit den Mitteln, die wir haben".espn
Die Kontroversen entfalten sich vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den drei Co-Gastgebern. Handelsstreitigkeiten, Zölle und politische Reibereien zwischen der Trump-Regierung sowie Kanada und Mexiko haben das, was als Feier der nordamerikanischen Zusammenarbeit gedacht war, in etwas weitaus Schwierigeres verwandelt. Wie die BBC feststellte, ist das Turnier "von einer Zeit geprägt, die durch angespannte Beziehungen zwischen den Gastgebern gekennzeichnet ist".bbc+1