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bloomberg+1dw+1marinelinkDie europäischen Weizen-Futures stiegen am Mittwoch um 4 Prozent auf den höchsten Stand seit einem Monat, nachdem Bloomberg News berichtete, dass Russland eine Intensivierung der Angriffe auf die Ukraine vorbereitet. Dies schürt die Angst vor weiteren Störungen des Getreidehandels im Schwarzen Meer, der bereits durch den Krieg stark beeinträchtigt ist.
Der meistgehandelte Dezember-Weizenkontrakt an der Euronext kletterte auf 246,25 Euro (286,88 Dollar), während Weizen in Chicago um fast 6 Prozent zulegte. Der Anstieg folgte auf einen Bericht von Bloomberg, wonach Russland unter Berufung auf drei dem Kreml nahestehende Personen eine Intensivierung ballistischer Raketenangriffe auf Kiew, einschließlich des Stadtzentrums, sowie auf Infrastrukturziele in anderen ukrainischen Städten erwägt. Dem Bericht zufolge ist Moskau zu dem Schluss gekommen, dass die Verhandlungen über ein Friedensabkommen in einer Sackgasse stecken.marinelink+2
Die Nachricht verschärfte die Sorgen, die bereits durch Schäden an der russischen Exportinfrastruktur hoch waren. Am selben Tag gab NKHP, eines von drei Getreideterminals am wichtigsten russischen Exporthub am Schwarzen Meer in Noworossijsk, bekannt, dass die Reparaturen nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 12. August bis zu vier Monate dauern könnten. Dieser Angriff legte alle drei Terminals in Noworossijsk lahm und entzog dem Markt eine jährliche Exportkapazität von rund 26,1 Millionen Tonnen.english.nv+1
Die Störungen haben dazu geführt, dass praktisch der gesamte russische Getreideexport über das Asowsche und Schwarze Meer blockiert ist, so von DW zitierte Analysten. Die Häfen wickelten zuvor etwa 70 Prozent der russischen Getreideexporte ab. Händler teilten Reuters mit, dass es keine Anzeichen für eine Einigung gibt, die es russischen und ukrainischen Häfen und Reedereien ermöglichen würde, den Betrieb ohne Angriffsrisiko wieder aufzunehmen.themoscowtimes+2
Einige Importeure haben begonnen, ihre Käufe von den Schwarzmeer-Herkünften weg zu verlagern. Bangladesch hat bulgarisches Getreide gekauft, und es wurden Anfragen für rumänischen Weizen gestellt, so der Reuters-Bericht. Ägyptische Importeure bleiben vorsichtig in der Hoffnung, dass ein Schifffahrtsabkommen die Preise wieder senken könnte.marinelink
Die Eskalationswarnungen folgen auf monatelange gegenseitige Angriffe zwischen Russland und der Ukraine. Die Ukraine hat russische Ölraffinerien und Logistiklager ins Visier genommen, während Russland mit Raketensalven Lücken in der ukrainischen Luftverteidigung ausgenutzt hat. Die diplomatischen Bemühungen der USA zur Friedensvermittlung sind ins Stocken geraten, da sich der Fokus von Präsident Trump auf den Konflikt mit dem Iran verlagert hat, berichtete Bloomberg.censor+2
Russischer und ukrainischer Weizen für die September-Lieferung notierten weiterhin bei etwa 207 bis 212 Dollar pro Tonne FOB, deutlich unter dem französischen Weizen mit 271 bis 274 Dollar pro Tonne FOB, doch die logistische Unsicherheit hat viele Käufer an der Seitenlinie gehalten.marinelink