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tradingeconomics+1aljazeera+1anasalhajjieoa.substack+1Die europäischen Erdgas-Futures kletterten am Mittwoch auf den höchsten Stand seit zwei Wochen, nachdem diplomatische Bemühungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Doha keine direkten Gespräche hervorbrachten, was die Sorgen um die Energieversorgungswege im Nahen Osten, von denen Europa zunehmend abhängig ist, vertiefte.
Der Frontmonats-Kontrakt für ICE Dutch TTF Natural Gas Futures stieg laut Daten von Trading Economics und Investing.com auf rund 43,80 Euro pro Megawattstunde, da Händler das erneuerte geopolitische Risiko rund um die Straße von Hormus – einen Engpass für globale LNG-Lieferungen – einpreisten.investing+1
Die Marktbewegung folgte auf tagelange Verwirrung darüber, ob sich Washington und Teheran in Doha treffen würden. Am Montag sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei: "Wir werden in den kommenden Tagen auf keiner Ebene Verhandlungstreffen mit der amerikanischen Seite haben", was der Behauptung von Präsident Donald Trump widersprach, der Iran habe um Gespräche gebeten.aljazeera+1
Katar bestätigte am Dienstag, dass keine direkten oder hochrangigen Treffen zwischen den beiden Seiten stattgefunden hätten, obwohl beide Nationen technische Delegationen in Doha präsent hatten. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte die Straße von Hormus zu Teherans "größtem Machtinstrument" und unterstrich damit die Bedrohung für maritime Energieströme.aljazeera+1
Die diplomatische Sackgasse folgt auf ein Wochenende militärischer Eskalation. Das US-Zentralkommando griff am Samstag iranisches Territorium als Reaktion auf Angriffe auf Frachtschiffe an, und der Iran revanchierte sich laut Politico mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait. Die Schlagabtausche stellten einen vorläufigen Waffenstillstand auf die Probe, der seit April in Kraft war, wobei ein 14-Punkte-Memorandum zur Deeskalation des viermonatigen Konflikts dienen sollte.politico+1
Die geopolitische Risikoprämie auf Gas wird durch die prekäre Speichersituation in Europa verstärkt. Der Kontinent startete 2026 mit einem Füllstand von etwa 61 % – deutlich unter den 72 % des Vorjahres – und die Speicher fielen bis Ende März auf unter 30 %, der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit Jahren. Obwohl die Einspeisesaison seitdem begonnen hat, verläuft die Wiederbefüllung aufgrund von Störungen der LNG-Schifffahrt durch die Straße von Hormus schleppend.anasalhajjieoa.substack+2
Stand Ende April waren die Lagerbestände nur zu 32,7 % gefüllt, und Analysten haben gewarnt, dass Europa Gefahr läuft, die nächste Heizsaison weit unter dem von der EU-Regulierung zuvor vorgeschriebenen Ziel von 90 % zu beginnen. Reuters berichtete im Januar, dass bei gleichbleibenden Mustern etwa 60 Milliarden Kubikmeter Gas eingespeist werden müssten – eine historisch anspruchsvolle Aufgabe.reuters+2
Die Kombination aus knappen physischen Märkten und ungelösten Spannungen im Nahen Osten hat dazu geführt, dass Winterkontrakte mit einem Aufschlag gehandelt werden. Der TTF-Frontkontrakt lag im ersten Quartal im Durchschnitt bei über 40 Euro pro Megawattstunde und erreichte im März kurzzeitig über 60 Euro, bevor er nachgab. Die Rallye am Mittwoch deutet darauf hin, dass der Markt weiterhin äußerst empfindlich auf jede Verschlechterung der diplomatischen Aussichten zwischen Washington und Teheran reagiert.europeangashub+1