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global.morningstar+1reuters+1economymiddleeast+1Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Plus eröffnet und sich damit dem schweren Ausverkauf im Halbleitersektor widersetzt, der Asien über Nacht erfasst hatte. Starke Unternehmenszahlen und sinkende Ölpreise stützten die Stimmung der Anleger auf dem gesamten Kontinent.
Der FTSE 100 eröffnete am Dienstagmorgen 0,23 % höher, angeführt von Unilever , nachdem das Unternehmen besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt hatte. Der deutsche DAX gewann rund 0,5 % und stieg im frühen Handel über 25.500 Punkte, während der französische CAC 40 um 0,42 % zulegte.tradingeconomics+4
Die Gewinne standen in starkem Kontrast zu Asien, wo der MSCI Asia Pacific Index um bis zu 3,6 % auf den niedrigsten Stand seit Mai fiel. Südkoreas Kospi brach ein, was zu Handelsunterbrechungen an der Kosdaq führte, während der japanische Nikkei 225 zeitweise um mehr als 2.000 Yen auf den Bereich von 62.000 Yen abstürzte. Auslöser des Ausverkaufs waren wachsende Zweifel an der Rentabilität massiver Investitionen in künstliche Intelligenz sowie die Sorge, dass chinesische Fortschritte bei der Chipherstellung den globalen Wettbewerb verschärfen könnten.features.financialjuice+2
Der Philadelphia Semiconductor Index war in den USA bereits den dritten Handelstag in Folge gefallen, während Samsung und SK Hynix in Seoul jeweils um mehr als 11 % einbrachen.reuters+1
Analysten führten die Widerstandsfähigkeit Europas teilweise auf die vergleichsweise geringe Bedenken bezüglich der Halbleiterbranche zurück, eine Dynamik, die europäische Aktien bereits während eines ähnlichen Chip-Ausverkaufs Mitte Juli geschützt hatte.reuters
Starke Unternehmensergebnisse stärkten den Londoner Markt zusätzlich. Die Aktie von Unilever stieg um bis zu 6,8 %, den höchsten Tagesgewinn seit zwei Jahren, nachdem Umsatz und Volumina im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen hatten. Barclays hob nach besser als erwarteten Quartalszahlen zudem die Jahresprognose an. Auch die Man Group , die am Dienstag Halbjahreszahlen vorlegte, trug zum positiven Ergebnisumfeld bei.global.morningstar+2
Nachgebende Ölpreise sorgten für zusätzliche Entlastung. Die Sorte Brent verbilligte sich am Montag deutlich, nachdem die USA und der Iran Angriffe am Wochenende ausgesetzt hatten, was laut Reuters Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung nährte. Der Rückgang folgte auf die Ankündigung von Präsident Donald Trump, dass die USA Militäroperationen ausgesetzt hätten, um mehr Zeit für Diplomatiewege einzuräumen.reuters+1
Trotz der ruhigeren Lage in Europa blieben Händler mit Blick auf breitere Risiken wachsam. Die Futures für den Nasdaq 100 fielen vor Börsenbeginn in den USA um 0,85 %, und am Mittwoch steht die Zinsentscheidung der Federal Reserve an, wobei die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 38 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte einpreisen.economymiddleeast+1