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sharecast+1.sharecast+1.irishtimes+1.Europäische Aktien stiegen am Freitag, einen Tag nachdem ein Ausverkauf am Anleihemarkt sie auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gedrückt hatte. Niedrigere Ölpreise und ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht reduzierten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die Federal Reserve in naher Zukunft. Der paneuropäische STOXX 600 schloss 0,7 % höher bei 630,95 Punkten. Der deutsche DAX gewann 1,2 % und der französische CAC 40 legte um 0,8 % zu. Die Erholung machte die Verluste der Woche jedoch nicht wett, und der STOXX 600 verzeichnete dennoch ein Wochenminus.irishtimes+1
Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass Arbeitgeber im September 29.000 Stellen geschaffen haben, weit unter den Prognosen von etwa 90.000. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 %, und die Zahlen für Juli und August wurden nach unten korrigiert. Das CME FedWatch-Tool bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen bei ihrer Oktober-Sitzung unverändert lässt, auf 80 %, gegenüber 36 % eine Woche zuvor. Der Ökonom Thomas Feltmate von TD Economics bezeichnete die Daten als einen "Goldlöckchen-Arbeitsmarktbericht" für die Fed.sharecast+1
"Die Märkte sind dank eines schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktberichts mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Ronald Temple von Lazard Asset Management laut einem spanischsprachigen Reuters-Bericht. Er fügte hinzu, dass zwei weitere Monate mit Inflationsdaten vor Dezember die Fed dennoch zu einer erneuten Straffung bewegen könnten.marketscreener
Auch die Ölpreise fielen. Reuters berichtete, dass EU-Länder über einen französischen Vorschlag diskutierten, etwa 50 Millionen Barrel Diesel und 50 Millionen Barrel Rohöl aus den Beständen der Internationalen Energieagentur freizugeben. Die G7 erklärten, es werde kein Verbot für Diesel-Exporte zwischen den Mitgliedsstaaten geben, was eine US-Drohung abwendete. Brent-Öl fiel kurzzeitig in Richtung 99 Dollar pro Barrel, bevor es sich bei etwa 100 Dollar stabilisierte.ii+2
Erneute Begeisterung für künstliche Intelligenz brachte Technologiewerte an die Spitze. AT&S stieg um 10 %, Infineon Technologies legte um etwa 9 % zu, und Aixtron sowie Soitec gewannen jeweils 7,6 %. Banken notierten weitgehend unverändert, hatten aber ihre schlechteste Woche seit April. Die IG Group fiel um 22,6 %, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose gesenkt hatte. Es war der stärkste Tagesverlust des Unternehmens seit Dezember 2016. Julius Bär stieg nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs von bis zu 600 Millionen Schweizer Franken.irishtimes+2
Die Schnellschätzung von Eurostat zeigte, dass die Inflation in der Eurozone im September von 3,2 % im August auf 3,8 % gestiegen ist und damit über dem Konsens von 3,6 % lag. Die Energiepreise sprangen gegenüber dem Vorjahr um 18,8 % nach oben. Händler bezifferten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank bis Dezember auf etwa 82 %.borsaitaliana+1
Französische Anleihen hinkten hinterher, nachdem Paris seinen Haushalt für 2027 vorgelegt hatte. Die Renditedifferenz zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen erreichte den höchsten Stand seit 2012, obwohl die Rendite der 10-jährigen deutschen Anleihe fiel. Der FTSE 100 verlor im Wochenverlauf 2,2 %.ii+2
"Höhere Zinsen in Kombination mit einer erhöhten Inflation sind negativ für Aktien", sagte Michael Field, Chef-Aktienstratege bei Morningstar, "aber ob die Aktienmärkte schlecht reagieren werden, hängt davon ab, wie lange die Anleger glauben, dass das Problem anhalten wird".investing