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reuterscnn+1reuters+1Europäische Aktien gaben am Mittwoch nach und legten nach einem starken Abschluss des zweiten Quartals eine Pause ein, da die Anleger aufgrund von Anzeichen, dass die Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in eine neue Sackgasse geraten sind, vorsichtiger wurden, während die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen durch große Zentralbanken den Druck erhöhten.
Der paneuropäische STOXX 600 gab am ersten Handelstag des dritten Quartals leicht nach, wobei Reuters berichtete, dass Zweifel am diplomatischen Prozess zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft belasteten. Der Ausverkauf erfolgte trotz eines starken Endes im Juni, als die Märkte aufgrund des Optimismus rund um eine Mitte Juni zwischen Washington und Teheran unterzeichnete Absichtserklärung, die die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ermöglichen sollte, gestiegen waren.reuters+1
Die Gespräche in Doha in dieser Woche brachten jedoch keinen Durchbruch. Am Dienstag bestätigte Katar, dass zwar technische Diskussionen zwischen den beiden Seiten fortgesetzt werden, derzeit jedoch keine hochrangigen Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern stattfinden. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich am Montag mit dem katarischen Premierminister, um die Verhandlungen zu erörtern, aber der Iran hat signalisiert, dass er nur eine Delegation entsendet, um die Umsetzung der Waffenstillstandsvereinbarung zu verfolgen, nicht um direkte Gespräche mit Washington zu führen.cnn+1
Zur vorsichtigen Stimmung trägt bei, dass die Anleger aufgrund der Straffung der Geldpolitik weiterhin nervös sind. Die Märkte preisen eine Anhebung um 25 Basispunkte durch die Federal Reserve mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 % für eine zweite Erhöhung bis Jahresende ein, während Händler auch erwarten, dass die Europäische Zentralbank die Kreditkosten im weiteren Verlauf des Jahres 2026 um weitere 25 Basispunkte anheben wird.finance.yahoo+1
Das jährliche Sintra-Forum der EZB, das vom 29. Juni bis zum 1. Juli stattfand, lieferte die ganze Woche über einen Hintergrund für restriktive politische Signale. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Bedenken hinsichtlich Zweitrundeneffekten bei der Inflation heruntergespielt, obwohl die Märkte diese Zusicherungen weitgehend ignoriert haben.ecb.europa+1
Da die Berichtssaison für das zweite Quartal bevorsteht, wägen die Anleger geopolitische und geldpolitische Risiken gegen die Hoffnung auf solide Ergebnisse ab. J.P. Morgan hat kürzlich sein Jahresendziel für den STOXX 600 von 630 auf 680 angehoben, was ein Aufwärtspotenzial von etwa 6-7 % gegenüber dem aktuellen Niveau von etwa 635-640 impliziert. Dennoch starteten auch die asiatischen Märkte zögerlich in das Quartal, wobei Reuters die Stimmung als eine des "Verdauens der kräftigen Gewinne des letzten Quartals" beschrieb, während "die Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf der Stelle treten".reuters+1