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euronews+1euronewseuronewsEuropäische Aktien setzten ihre Rallye diese Woche auf neue Allzeithochs fort, wobei der paneuropäische STOXX Europe 600 an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf Rekordniveau schloss und der Blue-Chip-Index EURO STOXX 50 ein neues Allzeithoch markierte. Der breite Referenzindex ist seit Anfang 2026 um etwa 10 % gestiegen, angetrieben von einer unerwarteten Kombination aus starken Wirtschaftsdaten, nachlassenden geopolitischen Spannungen und einer boomenden Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz.euronews+1
Der STOXX Europe 600 schloss am Mittwoch bei rund 657 Punkten, nachdem er laut Reuters ein neues Intraday-Hoch erreicht hatte, während der deutsche DAX erstmals über 26 100 Punkte kletterte und der französische CAC 40 auf ein Rekordhoch von 8 700 stieg.reuters+1
Die Zusammensetzung der Rallye markiert eine Abkehr von der traditionellen europäischen Aktiengeschichte. Luxuskonzerne, Pharmariesen und sogar Banken wurden von Unternehmen überholt, die die Infrastruktur hinter dem KI-Boom aufbauen. Das französische Unternehmen Soitec, ein Spezialist für Halbleitermaterialien, führt den STOXX Europe 600 mit einem Zuwachs von 414,5 % im Jahr 2026 an, gefolgt von der österreichischen AT&S mit 343,5 % und Tullow Oil mit 136,4 %.euronews
Zu den weiteren Top-Performern zählen ams-OSRAM, Technoprobe, AIXTRON und STMicroelectronics , die alle vom globalen Wettlauf um KI-Investitionen profitieren.euronews
Der unmittelbare Auslöser war geopolitischer Natur. Berichte, dass Washington und Teheran auf eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zusteuern, drückten die Ölpreise und milderten die Inflationssorgen für europäische Hersteller. Das wirtschaftliche Umfeld verstärkte die Bewegung: Die vorläufige Schätzung von Eurostat zeigte, dass die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen ist, doppelt so viel wie von Ökonomen erwartet und das schnellste Tempo seit Anfang 2025.investing+1
Claus Vistesen, Chefökonom für die Eurozone bei Pantheon Macroeconomics, stellte fest, dass der Euroraum die Erwartungen deutlich übertroffen habe, und bezeichnete das Ergebnis als 0,2 Prozentpunkte über dem Konsens liegend.euronews
Die positiven Daten haben auch den Euro beflügelt, der am Donnerstag bei 1,1557 Dollar handelte, ein Sieben-Wochen-Hoch gegenüber dem Dollar, während der Dollar-Index auf 99,65 nachgab. Das EUR/USD-Paar hat sich um mehr als 2 % von seinem Juni-Tief erholt, unterstützt durch sinkende Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September und eine vollständig eingepreiste Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte im September.tradingnews+1
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor in der Eurozone sprang von 49,4 im Juli auf 51,7, womit der größte Sektor des Blocks wieder in die Wachstumszone zurückkehrte, während die Gesamtinflation auf 2,9 % wieder anzog, was die Erwartungen an eine Straffung durch die EZB aufrechterhält. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gilt nun als nächster entscheidender Katalysator sowohl für europäische Aktien als auch für die Gemeinschaftswährung.investing+1