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efe+1fxstreet+1alturaflow+1Der Euro hielt sich am Freitag stabil bei rund 1,1380 gegenüber dem Dollar, da gegensätzliche Kräfte das EUR/USD-Paar in einer Bandbreite hielten. Auf der einen Seite standen stärker als erwartet ausfallende Einkaufsmanagerdaten aus der Eurozone und eine hawkishe Zinspause der Europäischen Zentralbank, während auf der anderen Seite ein starker US Composite PMI verzeichnet wurde.
Der vorläufige S&P Global US Composite PMI stieg im Juli von 51,9 im Juni auf 53,6 und markierte damit ein Achtmonatshoch, was darauf hindeutet, dass der US-amerikanische Privatsektor mitten im Sommer stark beschleunigte. Dieses Ergebnis bestärkte die Markterwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen länger als bisher angenommen auf einem erhöhten Niveau halten wird.fxstreet+1
Auf der anderen Seite des Atlantiks kletterte der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone im Juli von 51,4 auf 52,0 und übertraf damit die Erwartungen von 51,5. Auch die gesamtwirtschaftliche Produktion des Blocks verbesserte sich, was signalisiert, dass die europäische Wirtschaftsdynamik trotz anhaltender Gegenwinde im Handel nicht ins Stocken geraten ist. Die Daten folgten auf den EZB-Beschluss vom Donnerstag, alle drei Leitzinsen unverändert zu lassen, wobei die Einlagefazilität bei 2,00% verblieb. Analysten werteten dies angesichts des Tons der Zentralbank zu den Inflationsrisiken als hawkische Zinspause.tradingeconomics+3
Das makroökonomische Bild wurde durch die formelle Ankündigung der Trump-Administration vom Donnerstag verkompliziert, Zölle in Höhe von 10% auf Importe aus Handelspartnern wie der EU, Großbritannien, Kanada und Mexiko sowie von 12,5% auf Waren aus Japan, Südkorea, China und Dutzenden anderen Ländern einzuführen. Die Zölle, die mit Maßnahmen zur Bekämpfung von Zwangsarbeit begründet wurden, traten am Freitag um 12:01 Uhr Eastern Time in Kraft und ersetzen eine pauschale Abgabe von 10%, die ausgelaufen wäre. Die Maßnahme betrifft 60 Handelspartner, auf die 99% der US-Importe entfallen, während Brennstoffe, Lebensmittel und bestimmte Güter mit branchenspezifischen Zöllen ausgenommen sind.efe+2
Die Eskalation der Zölle verstärkte die Inflationssorgen, die den Dollar stark gehalten haben, wobei der EZB-Referenzkurs für EUR/USD am Freitag bei 1,1377 lag.ecb.europa
Trotz der Stärke des Dollars stellten Strategen fest, dass die hawkishe Haltung der EZB und robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone eine Untergrenze für die Gemeinschaftswährung bilden. Das Währungspaar blieb zwischen der technischen Unterstützung bei rund 1,1350 und dem Widerstand bei 1,1420 gefangen, wo der gleitende 20-Tage-Durchschnitt verläuft. Da beide Notenbanken Geduld signalisieren und die Juli-PMI-Daten auf beiden Seiten des Atlantiks auf Expansion hindeuten, scheinen Händler abzuwarten, bis eine klarere Divergence erkennbar wird, bevor sie richtungsweisende Wetten eingehen.fxstreet