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consilium.europa+1globalbankingandfinance+1brusselstimesDie Finanzminister der Eurozone bereiten sich auf ein hochkarätiges Treffen am Freitag in Dublin vor, bei dem die sich verschlechternde Energiekrise des Blocks und ihre fiskalischen Folgen die Tagesordnung bestimmen werden. Das Treffen findet statt, während Regierungen in ganz Europa darum ringen, Haushalte vor den steigenden Öl- und Gaspreisen zu schützen, die durch die anhaltende Instabilität im Nahen Osten verursacht werden.
Die Sitzung der Eurogruppe, die für den 18. September unter dem rotierenden EU-Ratsvorsitz Irlands geplant ist, wird bewerten, wie viel fiskalischen Spielraum die Mitgliedstaaten für Interventionen haben, während die erneute Inflation die Kaufkraft der Verbraucher bedroht. Das Treffen folgt auf monatelang steigende Energiekosten im Zusammenhang mit dem Konflikt unter Beteiligung des Iran, was die Ölpreise stark in die Höhe getrieben und europäische Regierungen dazu veranlasst hat, bisher mehr als 11,8 Milliarden Euro für fiskalische Maßnahmen bereitzustellen, so der Energiekrise-Tracker der Denkfabrik Bruegel.tovima+2
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche forderte letzte Woche eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 19 % auf 7 % und argumentierte, dies würde eine sofortige Entlastung an der Zapfsäule bringen. "Es könnte die Belastung dort angehen, wo sie direkt gespürt wird: an der Zapfsäule, und es würde sofort nach Einführung wirken", sagte Reiche am Rande des G20-Treffens der Energieminister in Houston. Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Entlastung bei den Kraftstoffpreisen zugesagt, obwohl seine Koalition über den Mechanismus gespalten bleibt.globalbankingandfinance+1
Griechenland geht mit fiskalischen Reserven zwischen 130 und 150 Millionen Euro in die Gespräche, die für zusätzliche Unterstützung vorgesehen sind, zusätzlich zu den 800 Millionen Euro, die bereits für die Reaktion auf die Lebenshaltungskosten zugesagt wurden, so der öffentlich-rechtliche Sender ERT. Premierminister Kyriakos Mitsotakis leitete eine Planungssitzung im Maximos-Palast, um alle Szenarien abzuwägen, einschließlich der Beibehaltung oder Ausweitung des Dieselsubventionsprogramms von zehn Cent pro Liter – das seit seiner Einführung im April etwa 211 Millionen Euro gekostet hat – und der möglichen Wiedereinführung eines Fuel-Pass-Programms. Anpassungen bei Stromrechnungen und erweiterte Heizkostenzuschüsse werden ebenfalls geprüft.roq+2
Der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, der sich Anfang der Woche mit dem deutschen Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil in Berlin traf, gab den Ton an, indem er warnte, dass der fiskalische Spielraum in der Eurozone "zunehmend begrenzt" sein werde, da Verteidigung, alternde Bevölkerung und Klimaverpflichtungen alle um Ressourcen konkurrierten. Er stellte fest, dass sich das Wachstum in der Eurozone "besser gehalten hat als ursprünglich befürchtet", betonte jedoch, dass die wirtschaftliche Leistung gestärkt werden müsse, ohne die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen zu gefährden. Pierrakakis signalisierte zudem Pläne der Eurogruppe, eine tiefere finanzielle Integration, eine Reform des Energiemarktes und eine "strategische Diskussion" über künstliche Intelligenz und ihre makroökonomischen Auswirkungen zu verfolgen.brusselstimes