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yahoo+1digital-markets-act.europa+1arstechnica+1Die Europäische Kommission hat am Mittwoch bindende Maßnahmen verabschiedet, die Alphabets Google dazu verpflichten, anonymisierte Suchdaten mit konkurrierenden KI-Unternehmen und Suchmaschinen zu teilen sowie das Betriebssystem Android für KI-Dienste von Drittanbietern zu öffnen. Dies stellt eine wegweisende Durchsetzungsmaßnahme im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) dar.
Die beiden Entscheidungen, die die am 27. Januar eingeleiteten Spezifizierungsverfahren abschließen, zwingen Google dazu, Wettbewerbern Zugriff auf dieselben Daten zu Suchrankings, Suchanfragen, Klicks und Ansichten zu gewähren, die das Unternehmen intern zur Optimierung seiner eigenen Dienste nutzt. KI-Chatbots mit Suchfunktionen, einschließlich derer von OpenAI, sind im Rahmen der Maßnahmen ausdrücklich als „Datenempfänger“ berechtigt.digital-markets-act.europa+3
Im Bereich Android verlangt die Kommission von Google, konkurrierenden KI-Entwicklern Zugriff auf wichtige Systemfunktionen zu gewähren, die derzeit dem eigenen Gemini-Assistenten vorbehalten sind, einschließlich Sprachaktivierung, kontextbezogener Daten und der Fähigkeit, mit anderen Anwendungen auf den Geräten der Nutzer zu interagieren. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass konkurrierende KI-Dienste „effektiv mit Android-Apps interagieren“ können – etwa E-Mails versenden, Bestellungen aufgeben und Inhalte teilen, und zwar auf Augenhöhe mit Googles eigenen Angeboten.wsj+2
Google hat sich gegen die Anforderungen gewehrt und argumentiert, dass diese die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer gefährden könnten. Im Juni warnte das Unternehmen, dass die Pläne der EU zur Schwächung seines Monopols Nutzerdaten gefährden könnten, und verwies auf Risiken im Zusammenhang mit der Weitergabe detaillierter Suchinformationen sowie der Gewährung von Echtzeitzugriff für Drittanbieter auf Bildschirminhalte und Gerätehardware.arstechnica+1
Das R Street Institute, eine US-amerikanische Denkfabrik, beschrieb die Maßnahmen als Schaffung von Bedingungen, unter denen „Echtzeit-Bildschirmaufnahmen und Overlay-Ausführungen zum Standard werden und jedem App-Anbieter zur Verfügung stehen“, was Fragen zur Cybersicherheit aufwirft.rstreet
Die Entscheidungen fallen in eine Zeit zunehmenden Drucks der EU auf Google. Am 2. Juli bestätigte der höchste europäische Gerichtshof eine Kartellstrafe in Höhe von 4,1 Milliarden Euro gegen Google wegen seiner Android-Praktiken und wies die letzte Berufung des Unternehmens nach acht Jahren Rechtsstreit zurück. Unabhängig davon berichtete die Financial Times am Dienstag, dass Brüssel neue DMA-Bußgelder gegen Google in Höhe von Hunderten Millionen Euro vorbereitet, da dem Unternehmen vorgeworfen wird, seine eigenen Dienste in den Suchergebnissen zu bevorzugen. Sollte Google die neuen bindenden Maßnahmen nicht einhalten, drohen Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.thurrott+4