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reuters+1reutersreuters+1Die Europäische Kommission hat am Montag ein verbindliches Bewertungssystem vorgeschlagen, das Rechenzentren in ganz Europa dazu verpflichtet, ihre Energie- und Wassereffizienz offenzulegen. Damit reagiert der Block auf den Bedarf, die Rechenkapazitäten schnell auszubauen, ohne die Stromnetze und Wasserressourcen zu überlasten.rte+1
Der Vorschlag sieht vor, dass Betreiber von Rechenzentren mit einer installierten IT-Leistung von mindestens 500 kW an einem EU-weiten Kennzeichnungssystem teilnehmen. Die Anlagen werden auf einer Farbskala von A (am effizientesten) bis G (am wenigsten effizient) eingestuft, ähnlich den Energielabels für Haushaltsgeräte. Die Kennzeichnung misst zwei Kernmetriken: die Energieeffizienz (PUE) und die Wassereffizienz (WUE).sustainablefutures.linklaters+1
Zudem müssen Rechenzentren laut Reuters offenlegen, wie ihr Wasserverbrauch im Verhältnis zur lokalen Wasserknappheit steht und ob sie Dienste für das Stromnetz anbieten können, etwa durch die Nutzung von Abwärme. Das System sieht keine Obergrenzen für den Energie- oder Wasserverbrauch vor und verlangt auch nicht die Offenlegung des gesamten Stromverbrauchs.reuters
Die Labels werden automatisch über eine EU-Datenbank auf Basis bestehender Berichtspflichten erstellt; die ersten Kennzeichnungen werden für 2027 erwartet. EU-Mitgliedstaaten und Gesetzgeber haben zwei Monate Zeit, um Einwände gegen die Regeln zu erheben, ansonsten treten sie in Kraft.rte+2
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass die EU ihre Rechenzentrumskapazität in den nächsten sieben Jahren verdreifachen will, um die Entwicklung künstlicher Intelligenz zu unterstützen und die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern. Rechenzentren machen derzeit etwa 2,5 Prozent des EU-Stromverbrauchs aus – ein Anteil, der steigen dürfte, da die Kapazität bis 2030 auf 28 Gigawatt mehr als verdoppelt werden soll, verglichen mit 12 GW im Vorjahr.reuters
Die Kommission hat signalisiert, dass das Kennzeichnungssystem als Vorläufer für verbindliche Mindestleistungsstandards für die Wasser- und Energieeffizienz von Rechenzentren dienen könnte, die bereits in Arbeit sind. Eine öffentliche Konsultation zum Entwurf der Verordnung fand bereits Anfang des Jahres statt.energy.europa+3
Die Verordnung ist Teil eines umfassenderen EU-Vorhabens, bis 2030 klimaneutrale Rechenzentren zu erreichen. Wie RTÉ berichtete, wurde das System auch konzipiert, um öffentlichem Unmut über den ökologischen Fußabdruck der Anlagen entgegenzuwirken, während der Block den Ausbau der Recheninfrastruktur vorantreibt. Rechenzentren für Verteidigungs- und Katastrophenschutzzwecke sind von den Anforderungen ausgenommen, während kleinere Anlagen freiwillig teilnehmen können.whitecase+3