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channelnewsasiareuters+1reuters+1Die Europäische Kommission hat Meta am Donnerstag aufgefordert, den Jugendschutz auch auf europäische Nutzer auszuweiten. Hintergrund ist der historische Vergleich des Tech-Riesen mit fast allen US-Bundesstaaten wegen des Vorwurfs, Facebook und Instagram seien so konzipiert worden, dass sie Kinder süchtig machen.
Kommissionssprecher Thomas Regnier erklärte, Brüssel habe seit der Bekanntgabe des US-Deals Anfang dieser Woche neue Gespräche mit Meta geführt und dränge auf einen mindestens ebenso guten Schutz für Kinder in der Europäischen Union.channelnewsasia
"Der Ball liegt bei Meta", sagte Regnier vor Journalisten. "Meta weiß, was wir erwarten. Nun liegt es am Unternehmen, diese Zusagen auch in der Europäischen Union anzubieten, um unsere Kinder hier ebenfalls zu schützen."channelnewsasia
Meta stimmte am Mittwoch laut einem Gerichtsantrag in Oakland, Kalifornien, zu, über das nächste Jahrzehnt hinweg bis zu 18 Milliarden Dollar zu zahlen und Beschränkungen für die Nutzung von Facebook und Instagram durch Jugendliche einzuführen. Die Vereinbarung umfasst garantierte Zahlungen von rund 12,7 Milliarden Dollar. Weitere 5 Milliarden Dollar sind davon abhängig, ob Konkurrenzplattformen wie Snapchat, TikTok und YouTube ähnliche Schutzmaßnahmen einführen.reuters
Im Rahmen der Vereinbarung wird Meta die App-Nutzung von Jugendlichen standardmäßig auf zwei Stunden pro Tag beschränken und den Zugriff zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ohne Zustimmung der Eltern sperren. Der Vergleich muss noch von einem Bundesrichter genehmigt werden.protothema+2
Regnier wies darauf hin, dass die Kommission gegen Meta wegen genau derselben Verdachtsmomente ermittelt wie im US-Fall. Er nannte Sucht erzeugende Design-Funktionen wie endloses Scrollen, personalisierte Feeds und automatische Videowiedergabe. Das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) erlaubt bei Verstößen Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.channelnewsasia
Die Kommission stellte im April 2026 fest, dass Meta gegen den DSA verstoßen hat, weil das Unternehmen Nutzer unter 13 Jahren nicht von seinen Plattformen fernhielt. Im Juli veröffentlichte sie weitere vorläufige Ergebnisse zu suchterzeugenden Design-Funktionen, die sich an Minderjährige richten.dw+2
Unabhängig davon forderte der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Minister für digitales Krzysztof Gawkowski die Kommission am Mittwoch auf, Meta eine Geldbuße von 250 Millionen Euro wegen betrügerischer Werbung und Scam-Inhalten aufzuerlegen, die sich an polnische Nutzer richten. Gawkowski sagte, ein polnisches Cybersicherheitsteam habe Meta 122 Betrugsanzeigen gemeldet, von denen nur 13 Prozent entfernt wurden.reuters+1
Meta erklärte, man teile die Erkenntnisse der EU nicht, werde sich aber konstruktiv einbringen.channelnewsasia