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sofiaglobe+1aasofiaglobeExtreme Hitzewellen und anhaltende Dürre haben die Ernteerträge im Sommer in der gesamten Europäischen Union um bis zu 14 Prozent einbrechen lassen. Dies geht aus einem neuen Bericht der Europäischen Kommission hervor, der am Dienstag, dem 25. August, veröffentlicht wurde. Der Agrarsektor der Gemeinschaft blickt damit auf einen der härtesten Sommer der jüngeren Geschichte zurück.
Der MARS-Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle zeigt, dass die Sojaerträge um 14 Prozent unter den Fünfjahresdurchschnitt fielen, während Silomais ein Minus von 12 Prozent verzeichnete. Frankreich, Ungarn, Süddeutschland und Norditalien trugen die Hauptlast der Schäden. Hohe Temperaturen in Kombination mit einem schweren Niederschlagsdefizit beschleunigten die vorzeitige Alterung der Pflanzen und beeinträchtigten die Kornfüllung bei Mais, Sonnenblumen und Sojabohnen in West- und Mitteleuropa.sofiaglobe+2
Neben den Marktfrüchten hat sich die Futterversorgung zu einer wachsenden Sorge auf dem gesamten Kontinent entwickelt. Anhaltende Hitze und Dürre haben die Weideflächen und den Biomassezuwachs verringert, was die Sorge um das Viehfutter in West- und Mitteleuropa verschärft. In den Benelux-Ländern, Slowenien und Kroatien dämpften die heißen und trockenen Bedingungen die Ernteerwartungen weiter, insbesondere bei Mais.aa+1
The Wall Street Journal News Corp berichtete, dass die anhaltend heißen und trockenen Bedingungen "die Aussichten für die Sommerkulturen in ganz West- und weiten Teilen Mitteleuropas erheblich verschlechtert" haben. Das Wintergetreide entging den Verwüstungen jedoch weitgehend, da die Landwirte die Ernte früher in der Saison abschlossen. Der gesamte Weizenertrag in der EU entsprach dem Fünfjahresdurchschnitt.wsj+1
Frankreich erlebte in diesem Sommer fünf aufeinanderfolgende Hitzewellen sowie ein schweres Niederschlagsdefizit seit Ende Mai. Die französische Kartoffelproduktion wird voraussichtlich um mindestens 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, was den niedrigsten Ertrag seit mehr als drei Jahrzehnten bedeuten könnte. Geoffroy D'Evry, Präsident des Nationalen Verbandes der französischen Kartoffelerzeuger, erklärte, dass die Erträge auf rund 34,5 Tonnen pro Hektar geschätzt werden, verglichen mit 43,5 Tonnen im Jahr 2025. Die französische Kartoffelindustrie rechnet mit wirtschaftlichen Verlusten von fast 400 Millionen Euro.aa
EU-Agrarkommissar Christophe Hansen räumte die Schwere der Krise ein. "Dieser Sommer war für die Landwirte in der gesamten EU besonders schwierig. Dürre und extreme Hitze setzen Ernten, Futter, Viehbestand und die Einkommen der Landwirte zunehmend unter Druck", sagte Hansen. Er fügte hinzu, die Ereignisse seien "eine Mahnung, dass wir uns auf eine Zukunft vorbereiten müssen, in der Extremwetterereignisse häufiger werden."sofiaglobe
Die Kommission verwies auf die Gemeinsame Agrarpolitik als Instrument zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, mit dem Investitionen in effiziente Bewässerung, klimaresistente Infrastruktur und wassersparende Technologien unterstützt werden. Frankreichs Landwirtschaftsministerin Annie Genevard kündigte einen "umfassenden Plan" zur Unterstützung der betroffenen Landwirte an. Entscheidungen über die Verteilung der Hilfen werden nach einem für den 27. August geplanten Treffen der Präfekten erwartet.aa+1