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instagram+1europarl.europaeuronewsDas Projekt der Europäischen Zentralbank für einen digitalen Euro trat diese Woche in eine entscheidende neue Phase, als am Montag, dem 13. Juli, die formellen Trilog-Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, den EU-Regierungen und der Europäischen Kommission begannen. Dies markiert den Beginn dessen, was der letzte gesetzgeberische Vorstoß sein könnte, um die digitale Währung bis 2029 ins Leben zu rufen.instagram+1
Das Europäische Parlament stimmte am 9. Juli mit 416 Ja-Stimmen, 169 Nein-Stimmen und 22 Enthaltungen für die Annahme seiner Verhandlungsposition zum digitalen Euro. Die Abstimmung folgte auf einen Einspruch der politischen Gruppen PfE, ECR und ESN gegen eine frühere Entscheidung des Ausschusses für Wirtschaft und Währung vom 23. Juni, interinstitutionelle Gespräche aufzunehmen.sofiaglobe+1
Berichterstatter Fernando Navarrete Rojas von der Europäischen Volkspartei wird das Verhandlungsteam des Parlaments leiten. Unter der irischen Ratspräsidentschaft streben die Verhandlungsführer an, den rechtlichen Rahmen bis Ende 2026 fertigzustellen. Laut Euronews Euronext N.V. werden die sensibelsten Themen in den Gesprächen das Entschädigungsmodell für Banken und die Aufteilung der Gebühren entlang der Zahlungskette sein.europarl.europa+2
Die Verhandlungen finden vor dem Hintergrund langjähriger Spannungen zwischen der EZB und der europäischen Bankenbranche statt. Banken haben argumentiert, dass der digitale Euro ihre Einlagen verringern, ihr Finanzierungsmodell schwächen und Kundenbeziehungen untergraben würde. Einige französische Banken schlugen vor, individuelle Bestände auf nur 100 Euro zu begrenzen, weit unter dem von der EZB diskutierten Betrag von rund 3.000 Euro.fii-institute+2
Um diese Bedenken auszuräumen, hat die EZB im Vorfeld ihres geplanten 12-monatigen Pilotprojekts in der zweiten Jahreshälfte 2027 eine umfassende Zusammenarbeit mit der Industrie angestrebt. Die Zentralbank eröffnete im März einen formellen Aufruf zur Teilnahme für lizenzierte Zahlungsdienstleister, mit einer Bewerbungsfrist bis zum 14. Mai. Die EZB erwartet, 10 bis 30 Zahlungsdienstleister auszuwählen, die den gesamten Euroraum abdecken. EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone erklärte im Februar gegenüber dem italienischen Bankenverband, dass der digitale Euro darauf abziele, "die zentrale Rolle der Banken bei Zahlungen zu erhalten" und dass Banken für ihre Rolle bei der Verteilung entschädigt würden.ecb.europa+3
Der digitale Euro ist als elektronische Geldbörse konzipiert, die von der Zentralbank abgesichert, aber von Banken und Fintech-Unternehmen vertrieben wird, was es den Bewohnern des Euroraums ermöglicht, Zahlungen sowohl online als auch offline zu tätigen. Datenschutzvorkehrungen und eine Obergrenze für individuelle Bestände sind zentral für die Position des Parlaments, ebenso wie die Anforderung, dass die meisten Unternehmen ihn akzeptieren müssen.reuters+1
Befürworter bezeichnen das Projekt als wesentlich, um Europas Abhängigkeit von Zahlungsanbietern außerhalb der EU zu verringern. Wie Reuters berichtete, werden mehr als zwei Drittel der europäischen Kartenzahlungstransaktionen von Unternehmen mit Hauptsitz außerhalb der EU abgewickelt. Die intensivsten Verhandlungen werden für diesen Herbst erwartet, wobei ein Pilotprogramm 2027 beginnen und eine mögliche vollständige Einführung für 2029 angestrebt werden soll.ecb.europa+3