Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

japantimes+1cnbclemonde+1Ein schweres Erdbeben der vorläufigen Stärke 7,1 hat am Dienstagnachmittag die Präfektur Kumamoto auf der südjapanischen Insel Kyushu erschüttert. Dabei wurden mindestens 50 Menschen verletzt, in Zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus und für die Region wurde kurzzeitig eine Tsunami-Warnung herausgegeben.
Das Erdbeben ereignete sich um 16:27 Uhr Ortszeit und erreichte nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde JMA die maximale Stufe 7 auf der japanischen Shindo-Intensitätsskala. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Uki in einer geringen Tiefe von etwa 10 Kilometern. Wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete, wurden mindestens 50 Menschen ins Krankenhaus gebracht. Zudem stürzten 12 Häuser ein, wobei vier Personen in beschädigten Gebäuden eingeschlossen wurden. Ein zweites Beben der Stärke 6,1 folgte etwa 45 Minuten später.abc+3
Premierministerin Sanae Takaichi bestätigte das Ausmaß der Schäden vor der Presse: "In einigen Gebieten ist es zu Stromausfällen und Bränden gekommen, zudem wurden Straßen und Brücken beschädigt und Gebäude sind eingestürzt." Sie forderte die Bevölkerung auf, sich an sichere Orte zu begeben. Fernsehbilder zeigten brennende Häuser in Wohngebieten, einen entgleisten Güterzug, rissige Straßen und beschädigte Brücken.lemonde+1
Die JMA gab eine Tsunami-Warnung für die Küsten des Ariake-Meeres und des Yatsushiro-Meeres heraus und warnte vor Wellen von bis zu einem Meter Höhe. Die Warnung wurde knapp zwei Stunden später wieder aufgehoben, nachdem keine Tsunami-Aktivität beobachtet worden war. Nach Angaben der japanischen Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 150.000 Menschen angewiesen, Evakuierungszentren aufzusuchen.abcnews+2
Japans Nuklearaufsichtsbehörde bestätigte, dass an drei nahegelegenen Atomkraftwerken keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Kyushu Electric Power teilte mit, dass drei Reaktoren in der Region den normalen Betrieb fortsetzten. Dennoch fiel im Raum Kumamoto in etwa 40.000 bis 45.000 Haushalten der Strom aus.cnbc+3
Die Bahngesellschaft JR Kyushu Railway Company stellte für Sicherheitsüberprüfungen den gesamten Zugverkehr ein, einschließlich der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsstrecken. Der Flughafen Kumamoto sperrte seine Start- und Landebahn, woraufhin Fluggesellschaften Flüge umleiteten und strichen. Die Telekommunikationsanbieter KDDI und NTT Docomo meldeten Störungen im Mobilfunknetz aufgrund von Stromengpässen. Die JMA warnte die Bewohner davor, sich in der kommenden Woche auf weitere starke Nachbeben einzustellen, und wies auf das Risiko von Erdrutschen hin.nytimes+1
Das Beben traf dieselbe Region, die bereits vor rund zehn Jahren verwüstet worden war, als bei einem Erdbeben in Kumamoto im Jahr 2016 insgesamt 275 Menschen starben und mehr als 2.700 verletzt wurden.reuters+1