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dailysabah+1seekingalphaseekingalpha+1Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Juni unerwartet gesunken. Dies markiert den zweiten Rückgang innerhalb von drei Monaten und unterstreicht die anhaltende Schwäche des privaten Konsums, während der Block mit hohen Zinsen und geopolitischer Unsicherheit zu kämpfen hat.
Das Verkaufsvolumen sank gegenüber Mai um 0,3 Prozent, wie Eurostat Euronext am Donnerstag mitteilte, was die Erwartungen der Ökonomen auf einen Anstieg um 0,1 Prozent zunichtemachte. Der Rückgang folgte auf ein Plus von 0,4 Prozent im Mai und ein Minus von 0,4 Prozent im April, was ein Bild ungleichmäßiger Nachfrage in der Währungsunion zeichnet.dailysabah+1
Auf Jahresbasis wuchsen die Einzelhandelsumsätze nur um 0,7 Prozent, eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 1,9 Prozent im Vormonat und unter der Prognose von 1,0 Prozent.seekingalpha+1
Die Daten verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen amerikanischen und europäischen Verbrauchern. Anders als in den USA sei der europäische Verbraucher in letzter Zeit kein wesentlicher Wachstumsmotor gewesen, schrieb Peter Vanden Houte, Chefvolkswirt für die Eurozone bei ING, in einer am Donnerstag veröffentlichten Notiz.seekingalpha
Vanden Houte sagte, die Zahlen bestätigten, dass der Konsum im zweiten Quartal kein wesentlicher Wachstumstreiber war, und fügte hinzu, dass ein echter Konsumboom zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich sei.dailysabah+1
Die Umsätze bei Lebensmitteln, Getränken und Tabak fielen um 0,5 Prozent, während sie bei Nicht-Lebensmitteln um 0,4 Prozent zurückgingen. Kraftstoffe waren der einzige Lichtblick mit einem Anstieg von 1,5 Prozent. Unter den EU-Mitgliedstaaten verzeichneten Finnland, Rumänien und Deutschland die stärksten Rückgänge, während Luxemburg, Portugal, Kroatien und Schweden die größten Zuwächse verbuchten.dailysabah
Das Wall Street Journal News Corp berichtete, dass der anhaltende Konflikt im Iran weiterhin das Verbrauchervertrauen belastet. Der Rückgang im Juni markiert den zweiten Einbruch in den vier vollen Monaten seit Beginn des Krieges.wsj
Die Europäische Zentralbank stellte in ihrem Monatsbericht fest, dass höhere Energiepreise einkommensschwache Haushalte überproportional belastet haben, während wohlhabendere Verbraucher angesichts der erhöhten Unsicherheit ihre diskretionären Ausgaben zurückgefahren haben.seekingalpha
Eine gewisse Unterstützung für den Konsum im dritten Quartal könnte von verbesserten Beschäftigungserwartungen kommen, die laut der Konjunkturumfrage der Europäischen Kommission im Juli deutlich gestiegen sind. Analysten sagen jedoch, dass ein bedeutender Aufschwung einen Rückgang der Sparquote erfordern würde, was kurzfristig unwahrscheinlich erscheint.seekingalpha