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ogjinvestinginvestingDie US-Energieinformationsbehörde (EIA) hat in ihrem am 11. August veröffentlichten kurzfristigen Energieausblick ihre Prognose für Brent-Rohöl im dritten Quartal 2026 um 11 Dollar auf 85 Dollar pro Barrel angehoben. Grund dafür sind die anhaltenden, gravierenden Einschränkungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, durch die Millionen Barrel Öl aus dem Nahen Osten nicht auf den Markt gelangen können.
Die EIA schätzt, dass die Produktionsausfälle im Nahen Osten im Juli durchschnittlich 5,5 Millionen Barrel pro Tag betrugen. Die Menge an Rohöl und Erdölprodukten, die die Straße von Hormus passierte, lag im zweiten Quartal 2026 bei durchschnittlich 4,9 Millionen Barrel pro Tag, ein Rückgang gegenüber 21,6 Millionen Barrel pro Tag im vierten Quartal 2025 vor Beginn des Konflikts. Die Behörde geht davon aus, dass die Störungen bis August anhalten, bevor die Durchflussmengen im September langsam wieder zunehmen.wionews+1
Die Prognoseanpassung spiegelt das Scheitern der Erwartungen wider, die nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran im Juni entstanden waren. Brent fiel am 2. Juli aufgrund von Hoffnungen auf ein Abkommen auf bis zu 69 Dollar pro Barrel, doch erneute Angriffe auf Tanker in der Straße später im Juli ließen die Preise wieder auf über 100 Dollar steigen, bevor sie sich im hohen 80er-Bereich einpendelten.ogj+1
Saudi-Arabien hat Rohöl über seine Ost-West-Pipeline nach Yanbu umgeleitet, während die Mengen durch die Straße von Bab al-Mandab im zweiten Quartal auf 8,1 Millionen Barrel pro Tag stiegen, gegenüber 5,4 Millionen Barrel pro Tag Ende 2025. Die EIA prognostiziert, dass die weltweiten Ölvorräte im zweiten Quartal um 4,2 Millionen Barrel pro Tag abgebaut wurden und rechnet für das dritte Quartal mit einem weiteren Rückgang um 3,8 Millionen Barrel pro Tag.ogj
Der revidierte Ausblick der EIA traf zeitgleich mit pessimistischen Nachfrageeinschätzungen sowohl der OPEC als auch der Internationalen Energieagentur (IEA) ein. Am Mittwoch prognostizierte die IEA laut CNBC, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2026 um 1,6 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen werde, ein um 510.000 Barrel pro Tag stärkerer Rückgang als in ihrer Juli-Schätzung. Die OPEC senkte laut Reuters ihre Prognose für das Nachfragewachstum 2026 von 780.000 auf 580.000 Barrel pro Tag, was bereits die vierte Abwärtskorrektur in Folge darstellt.reuters+2
Die Ölpreise fielen am Donnerstag, als die Märkte die Nachfragekürzungen verarbeiteten. Sowohl WTI als auch Brent gaben während des europäischen Handels um etwa 2 Prozent nach.investing
Die EIA erwartet, dass sich der Brent-Preis im vierten Quartal auf 78 Dollar pro Barrel entspannt, sobald die Produktion wieder anläuft, und dann im Jahr 2027 durchschnittlich 69 Dollar pro Barrel erreicht, sobald die meisten Förderkapazitäten am Persischen Golf Anfang 2027 wieder das Vorkonfliktniveau erreichen. Die Behörde prognostiziert, dass bis Ende 2027 etwa 600.000 Barrel pro Tag offline bleiben könnten, da einige Produzenten Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme der Förderung haben.eia+2
Präsident Trump erklärte am Mittwoch, die Vereinigten Staaten hätten die "totale Kontrolle" über die Straße von Hormus, während die Verhandlungen über die Wasserstraße festgefahren bleiben. Der Prognosepfad der EIA – und die Frage, ob die Preise sinken oder erneut in die Höhe schnellen – hängt vollständig davon ab, wie schnell die kommerzielle Schifffahrt durch einen Engpass wieder aufgenommen wird, der normalerweise etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert.wionews+1