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reuters+1bloomberg+1straitstimes+1Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat am Donnerstag sein Modell V4.1 Flash auf den Markt gebracht. Laut Reuters handelt es sich dabei um ein schlankeres System, das laut Unternehmensangaben für höhere Leistungsfähigkeit, schnellere Inferenz und größeren Durchsatz entwickelt wurde. Die Veröffentlichung geht mit drastischen Preissenkungen einher, die die Aktien konkurrierender KI-Unternehmen in Hongkong auf Talfahrt schickten und die Sorge vor einem sich verschärfenden Preiskampf unter chinesischen KI-Entwicklern neu entfachten.reuters
DeepSeek hat mit Wirkung zum 10. September neue Preise für die Flash-Serie eingeführt, wodurch die Kosten in Nebenzeiten weiter gesenkt werden, während ein Peak-Valley-Preissystem beibehalten wird. Das Modell V4.1 Flash, das DeepSeek als das kleinste Modell seiner neuen Architekturfamilie beschreibt, hat seinen Vorgänger V4 Pro in den Bereichen Leistung, Kosten, Geschwindigkeit und Aufgabenerledigungszeit laut Unternehmensangaben auf ganzer Linie übertroffen.x+3
Das Modell bietet native multimodale Unterstützung und eine neue Architektur, wobei die Gewichte auf Hugging Face veröffentlicht wurden. Bloomberg berichtete, dass das Modell nur einen Bruchteil eines Cents pro Million Token kostet und damit Konkurrenten von Anthropic bis Z.AI unterbietet. Die Aktien der MiniMax Group und von Z.AI brachen im Hongkonger Handel ein, wobei MiniMax bis zum Mittag um 6,73 % und Zhipu um 7,88 % nachgaben. Alibaba verlor ebenfalls mehr als 2 %.news.futunn+3
Die Veröffentlichung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem DeepSeek einen Börsengang am technologieorientierten STAR Market in Shanghai vorbereitet, wie Reuters berichtete.reuters
Der Start erfolgt inmitten eskalierender Spannungen zwischen den USA und China im Bereich der KI. Am 8. September gaben NSA, FBI und CISA eine gemeinsame Warnung heraus, in der sie sechs chinesischen KI-Unternehmen: DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, MiniMax, StepFun und Z.AI, vorwarfen, systematisch Fähigkeiten von US-amerikanischen KI-Modellen durch "Wissensdestillation im industriellen Maßstab" gestohlen zu haben. In der Warnung hieß es, die Operationen hätten sich gegen Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Google Alphabet Inc. und xAI gerichtet und seien seit Ende 2024 "wahrscheinlich mit dem Wissen der chinesischen Regierung" erfolgt.aljazeera+2
China wies die Vorwürfe am 9. September zurück. Das Handelsministerium bezeichnete die Anschuldigungen als "haltlos" und warnte vor "entschlossenen Gegenmaßnahmen", sollten die USA Schritte gegen chinesische Unternehmen einleiten. Die Sprecherin des Außenministeriums, Mao Ning, nannte Chinas KI-Entwicklung "das Ergebnis hochgradiger technologischer Eigenständigkeit" und forderte die USA auf, "unbegründete Anschuldigungen zu unterlassen". Peking signalisierte trotz des Streits auch die Bereitschaft, KI-Gespräche mit Washington zu führen.straitstimes+2
Die Veröffentlichung von V4.1 Flash verstärkt ein Muster, das Investoren in chinesische KI-Aktien im gesamten Jahr 2026 verunsichert hat. Die aggressive Preisstrategie von DeepSeek hat die Margen in der gesamten Branche wiederholt unter Druck gesetzt, wobei Jefferies kürzlich das Kurs-Umsatz-Verhältnis von Zhipu Cloud von 50x auf 30x senkte. Die Einführung des Modells, kombiniert mit dem diplomatischen Tauziehen um die KI-Destillation, bereitet die Bühne für eine potenziell turbulente Phase in der Branche, in der beide Nationen um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz ringen.news.futunn