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youtube+1axios+1bloombergSingles lagern ihre Konversationen in Dating-Apps zunehmend an KI-Tools wie ChatGPT und Claude aus, ein Trend, den Bloomberg als "Chatfishing" bezeichnet hat – der Aufbau einer textbasierten Verbindung, die nicht mit der Person am anderen Ende übereinstimmt.youtube+1
Laut einem Bericht von Bloomberg vom 20. Juli nutzen immer mehr Anwender auf Plattformen wie Tinder Match Group, Inc. , Hinge und Bumble große Sprachmodelle, um ihre Konversationen mit potenziellen Matches zu schreiben, zu bearbeiten oder zu analysieren. Einige nutzen KI lediglich, um eine Nachricht zu verfeinern oder den Tonfall zu prüfen, während andere ganze Konversationen hochladen, um zu verstehen, warum ein Austausch im Sande verlief. Keine der großen Dating-Plattformen überwacht diese Praxis aktiv.bloomberg+2
Das Phänomen tritt auf, während die Dating-Apps selbst darum wetteifern, KI zu integrieren. Tinder kündigte Anfang des Jahres KI-gestützte Chemie-Bewertungen an, während Bumble KI-gestützte Profilberatung und Feedback-Tools für Fotos eingeführt hat. Bumble gab zudem Pläne bekannt, sich von der charakteristischen Wischfunktion hin zu KI-gesteuertem Matchmaking zu bewegen. Doch selbst während die Unternehmen KI in ihre Produkte integrieren, setzen die Nutzer sie unabhängig auf eine Weise ein, die von den Plattformen nicht vorhergesehen wurde.axios+2
Der Chatfishing-Trend spiegelt Bedenken wider, die die Schauspielerin Anne Hathaway im Juni äußerte, als sie enthüllte, dass alle von ihr interviewten Jobkandidaten identische, von ChatGPT generierte Dankesschreiben geschickt hatten. "Niemand auf dieser Liste bekommt den Job", sagte Hathaway laut Fortune. Sie warnte davor, dass das Vertrauen auf KI für eine solch persönliche Kommunikation einen Mangel an kritischem Denken und Authentizität signalisiere.fortune+1
Die Parallele ist deutlich: Ob bei der Jobsuche oder beim Dating, die Empfänger werden zunehmend auf die verräterische Gleichförmigkeit KI-generierter Texte aufmerksam. Eine Umfrage von Bloomberg Intelligence aus dem Jahr 2025 ergab, dass Gen Z-Nutzer bereits ein höheres Unbehagen als Millennials bei der Verwendung von KI zum Entwerfen von Dating-Profilen und Nachrichtenantworten angaben.bloomberg
Im Gegensatz zu Catfishing – bei dem Nutzer ihre Identität mit gefälschten Fotos oder erfundenen Persönlichkeiten falsch darstellen – bewegt sich Chatfishing in einem unklareren Bereich. Die Person ist echt, die Worte sind nicht ganz ihre eigenen. Dating-Plattformen haben in KI-Tools investiert, um Betrugskonten und gefälschte Profile zu erkennen, wie etwa Bumbles "Deception Detector", aber keine hat Maßnahmen angekündigt, um KI-generierte Nachrichten zwischen echten Nutzern zu identifizieren oder einzuschränken. Da KI-Kompetenz zu einer Standardfertigkeit wird, bleibt die Grenze zwischen Selbstoptimierung und Täuschung in der digitalen Romanze undefiniert.foxbusiness+1