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techcrunch+1techcrunch+1indiatodayAnthropic hat damit begonnen, unsichtbare Wasserzeichen in Texte zu integrieren, die von seinen Claude-KI-Modellen generiert werden. Dieser Schritt hat zu heftigen Reaktionen bei den Nutzern geführt und bereits die Veröffentlichung eines Gegenwerkzeugs zur Entfernung der Markierungen nach sich gezogen.
Das Wasserzeichensystem, das Anthropic am Freitag in einem Blogbeitrag ausführlich beschrieb, nutzt den SynthID-Text-Ansatz von Google Alphabet Inc. DeepMind. Dabei wird ein statistisches Muster in Claudes Wortwahl erzeugt, das für Leser unsichtbar, aber mit dem richtigen kryptografischen Schlüssel erkennbar ist. Wenn Claude Text generiert, steht das Modell oft vor unbedeutenden Entscheidungen zwischen gleichermaßen geeigneten Wörtern: beispielsweise der Wahl zwischen „bewölkt“ und „grau“. Das Wasserzeichensystem steuert diese Auswahl anhand eines geheimen Schlüssels.techcrunch+2
Anthropic erklärte, das Wasserzeichen habe „keinen Einfluss auf die Qualität von Claudes Texten“ und die Auswirkungen auf Geschwindigkeit oder Kosten seien „vernachlässigbar“. Das Unternehmen plant die Veröffentlichung einer API zur Erkennung von Wasserzeichen, Details zur Implementierung stehen jedoch noch aus.ndtvprofit+3
Das System gilt weltweit für Claude-Modelle, die nach dem 2. August 2026 auf den Markt kommen: dem Datum, an dem die Transparenzvorgaben des EU AI Acts in Kraft getreten sind. Anthropic begründete die weltweite Anwendung damit, dass es noch keine „dauerhafte Methode gibt, dies regional einzugrenzen“. Leichte Bearbeitungen dürften das Wasserzeichen kaum entfernen, eine vollständige Umschreibung, bei der jedes Wort ersetzt wird, hingegen schon.indiatoday+3
Die Ankündigung, die erstmals am 11. August erfolgte, hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Business Insider News Corp berichtete, dass „Dutzende“ Nutzer auf X angaben, ihre Claude-Abonnements gekündigt zu haben. Gizmodo wies darauf hin, dass der Mathe- und KI-Influencer John Ennis einen Screenshot seiner Kündigung postete und dies mit der „lächerlichen Wasserzeichen-Idee“ begründete. Auf Reddit reichten die Reaktionen der Nutzer von einer „Verschwörung gegen ehrliche Nutzer“ bis hin zu einem notwendigen Schritt gegen Täuschung.news.sbs+2
Anthropic erklärte gegenüber Business Insider, dass seit der Ankündigung kein Anstieg der Kündigungen verzeichnet wurde.gizmodo
Am Sonntag veröffentlichte Cardano -Gründer Charles Hoskinson ein kostenloses Open-Source-Tool namens „Anthropies“ (ein Kofferwort aus Anthropic und Herpes), das die Wasserzeichen entfernen soll. Das unter einer Apache-2.0-Lizenz veröffentlichte Tool leitet von Claude generierten Text durch ein anderes Sprachmodell, um ihn umzuschreiben, wodurch das statistische Muster zerstört wird.firstpost+1
Hoskinson stellte die Veröffentlichung als Warnung vor Eigentumsrisiken dar. Er argumentierte, dass das Wasserzeichen und die Urheberrechtsansprüche von Claude künftig zu rechtlichen Komplikationen für die Nutzer führen könnten. Zudem wies er auf das Risiko von Fehlalarmen hin: Ein Redakteur, der einen von Menschen geschriebenen Text zur schnellen Korrektur durch Claude laufen lässt, könnte später erleben, dass diese Arbeit als KI-generiert eingestuft wird.tech.yahoo+1
Anthropic hat sich zu dem Tool bislang nicht öffentlich geäußert. Das Unternehmen wies in seinem Blogbeitrag darauf hin, dass andere führende KI-Entwickler denselben EU-Verhaltenskodex unterzeichnet haben und eigene Wasserzeichensysteme implementieren werden.mezha+1