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thenationalnews+1thenationalnewsbusiness-standardBrent-Rohöl überstieg am Dienstag die Marke von 90 Dollar pro Barrel und setzte damit seine viertägige Rally fort. Grund dafür ist eine Verhärtung der diplomatischen Positionen zwischen Washington und Teheran, was die Aussichten auf eine baldige Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus verschlechtert. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu und stieg auf über 84 Dollar pro Barrel.thenationalnews+2
Der Anstieg folgte auf den Handelstag am Montag, an dem beide Referenzsorten um mehr als 5 % auf ihren höchsten Stand seit dem 31. Juli geklettert waren. Auslöser war die Forderung von US-Präsident Donald Trump, dass der Iran die USA für Opfer in Konflikten mit Verbindungen zu Teheran entschädigen müsse: eine Bedingung, die in künftigen Verhandlungen fest verankert werde. Die Äußerungen fielen nur wenige Stunden, nachdem der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran bekräftigt hatte, dass die Seestraße erst wieder geöffnet werde, wenn die USA ihr Verhalten korrigieren. Teheran nannte dafür sechs Bedingungen, darunter die Aufhebung der Sanktionen und den Abzug der US-Marineverbände aus der Region.ndtvprofit+2
"Es scheint eine tiefe Kluft zwischen den USA und dem Iran darüber zu bestehen, wie ein Abkommen tatsächlich aussehen würde", sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade. "Infolgedessen löst sich ein Teil des Optimismus der letzten Woche wieder auf." Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG, beschrieb die Situation als Pattsituation und prognostizierte einen Ölhandel in einer Spanne von 75 bis 95 Dollar, "während wir abwarten, wer zuerst blinzelt."business-standard+1
Der physische Schiffsverkehr durch Hormus, ein Nadelöhr für rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgastransporte, bleibt stark eingeschränkt. Daten von Barclays zeigten, dass die Nettoexporte von Rohöl und raffinierten Produkten durch die Seestraße in der Woche bis zum 7. August im Schnitt nur 3 Millionen Barrel pro Tag betrugen, verglichen mit 4,4 Millionen Barrel pro Tag in der Vorwoche. Soojin Kim, Research-Analystin bei MUFG, erklärte, dass der Verkehr durch die Wasserstraße bei etwa fünf Schiffen pro Tag liege.geo+2
Die Sorgen um das Angebot gehen weit über Hormus hinaus. Saudi Aramco hat den Neustart seiner Raffinerie in Jazan mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag nach zwei Angriffen der Huthis aus dem Jemen auf den 30. August verschoben. Die europäischen Diesel-Futures sprangen am Montag um 9 % an, da der breitere Konflikt den Raffineriebetrieb und die Kraftstoffversorgung beeinträchtigte.hdfcsky+2
Unterdessen fielen die Bestände der strategischen Erdölreserve der USA in der vergangenen Woche um 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel. Das ist der niedrigste Stand seit 1983 im Rahmen einer koordinierten internationalen Freigabe zur Bewältigung von Lieferengpässen.dmarketforces
Die Öl-Rally erhöht den Druck vor dem US-Verbraucherpreisbericht am Mittwoch, bei dem Marktbeobachter einen leichten monatlichen Anstieg erwarten. "Wir glauben, dass die Risiken in Richtung eines hohen Werts tendieren, was wahrscheinlich zu einer Erholung der Zinserwartungen und möglicherweise zu erneuten Sorgen über eine Stagflation führen würde", sagte Jonas Goltermann, Chef-Märkteökonom bei Capital Economics. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. hat gewarnt, dass Brent 120 Dollar pro Barrel erreichen könnte, wenn die Störungen in Hormus andauern, während JPMorgan schätzt, dass jeder zusätzliche Monat der Störung den Preis um 7 bis 8 Dollar pro Barrel erhöhen könnte.economictimes+1