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espn+2thestar+1barcauniversal+1Der FC Barcelona gab am Samstag bekannt, dass er offiziell aus dem Projekt der European Super League ausgestiegen ist. Damit bleibt der Rivale Real Madrid das einzige verbleibende Gründungsmitglied des umstrittenen Abspaltungswettbewerbs, der 2021 kurzzeitig drohte, den europäischen Fußball neu zu gestalten.
"Der FC Barcelona gibt bekannt, dass er heute der European Super League Company und den Klubs, die Teil davon waren, seinen Rückzug aus dem Projekt der European Super League offiziell mitgeteilt hat", erklärte der Tabellenführer der LaLiga in einer kurzen, 28 Wörter umfassenden Mitteilung.espn+2
Der Rückzug markiert den Höhepunkt der schrittweisen Distanzierung Barcelonas von der Initiative unter Präsident Joan Laporta, der in den letzten Monaten die Beziehungen zur UEFA und zur European Football Clubs Association (EFC, ehemals ECA) wieder aufgebaut hatte.barcauniversal+1
Die Super League wurde im April 2021 mit 12 Gründungsvereinen – drei aus Spanien, drei aus Italien und sechs aus England – ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den europäischen Klubfußball zugunsten der wohlhabendsten Teams umzugestalten. Das Konzept eines geschlossenen Elite-Wettbewerbs löste jedoch massive Fan-Proteste, staatlichen Widerstand und entschiedene Ablehnung durch die Dachverbände aus, was innerhalb weniger Tage nach der Ankündigung zum faktischen Zusammenbruch führte.reuters+1
Alle sechs Klubs der englischen Premier League – Arsenal, Chelsea, Liverpool, Manchester City, Manchester United und Tottenham Hotspur – zogen sich 2021 nach heftigen Gegenreaktionen schnell zurück. Die italienischen Klubs folgten, wobei Juventus im Juli 2023 seinen Ausstieg bestätigte, sodass nur noch Barcelona und Real Madrid mit dem Projekt in Verbindung standen.thestar+2
Der Abschied Barcelonas erfolgt inmitten einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden spanischen Giganten. Im Januar räumte Laporta ein, dass die institutionellen Beziehungen zwischen den Klubs "völlig zerrüttet" seien, und verwies auf Äußerungen von Real-Madrid-Präsident Florentino Perez zum Negreira-Korruptionsskandal als Schlüsselfaktor.beinsports+1
Laporta hatte die Absichten des Klubs im Oktober 2025 signalisiert, als er an der EFC-Versammlung in Rom teilnahm, wo er von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und EFC-Vorsitzendem Nasser Al-Khelaifi herzlich empfangen wurde. Bei diesem Treffen forderte Laporta potenzielle Super-League-Klubs auf, "zur UEFA zurückzukehren", und drückte Barcelonas Entschlossenheit aus, eine Vereinbarung zu treffen, die "den europäischen Fußball befrieden" würde.besoccer+1
Die Entscheidung lässt Perez und A22 Sports Management, den Förderer der Super League, als einzige verbleibende Befürworter des Projekts zurück. Trotz eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom Dezember 2023, das feststellte, dass die Regeln der UEFA zur Blockierung des Wettbewerbs gegen EU-Recht verstießen, hat die umbenannte "Unify League" Schwierigkeiten, an Zugkraft zu gewinnen.football-espana+3
Perez bleibt trotzig und erklärt, dass Real Madrid von der UEFA eine Entschädigung in Millionenhöhe für die Behinderung der Super League fordern und weiterhin für das Recht kämpfen werde, den Wettbewerb zu etablieren.goal