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economictimes+1investinginvesting+1Die globalen Märkte erholten sich am Dienstag, da diplomatische Bemühungen zur Deeskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Anlegerstimmung beflügelten, die Ölpreise von ihren jüngsten Höchstständen drückten und die Aktienkurse in ganz Asien nach oben trieben.
Auslöser war ein Bericht von Reuters am Montag, wonach Vermittler dem Iran einen Vorschlag für einen zehntägigen Waffenstillstand vorgelegt haben, um ein im vergangenen Monat erzieltes Interimsabkommen wiederzubeleben. Ein hochrangiger iranischer Beamter bestätigte, dass Teheran den Vorschlag erhalten habe. Dieser soll die Absichtserklärung retten, die US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian am 17. Juni formell unterzeichnet hatten, bevor die Feindseligkeiten Anfang Juli wieder aufflammten.economictimes+1
Die Ölpreise gaben am Dienstag nach, wobei Brent-Rohöl bei rund 88 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde, nachdem es am Vortag aufgrund neuer Kämpfe am Wochenende zugelegt hatte. Gold stieg um mehr als 1 %, da die Anleger die Aussicht auf einen nachlassenden, durch den Ölpreis getriebenen Inflationsdruck abwägten. Der Spot-Goldpreis kletterte laut Reuters auf über 4.050 US-Dollar pro Unze.markets.ft+4
Asiatische Aktien legten auf breiter Front zu. Japans Nikkei 225 gewann nach einem Feiertag mehr als 2 %, während sich Südkoreas KOSPI nach Verlusten in der vorangegangenen Sitzung um fast 4 % erholte. Chinas CSI 300 kletterte um 1,7 % und Singapurs Straits Times Index stieg um 0,7 %. Technologieaktien führten die Gewinne an, wobei Samsung Electronics um über 6 % in die Höhe schoss.investing
Katar spielt seit Juni eine zentrale Rolle bei der Vermittlung zwischen den beiden Seiten und richtete getrennte Treffen mit US-amerikanischen und iranischen Unterhändlern aus. Der Vorschlag für einen zehntägigen Waffenstillstand soll Spielraum schaffen, um die Absichtserklärung vom Juni wiederzubeleben, anstatt ein völlig neues Abkommen auszuhandeln.npr+2
Die Aussichten bleiben jedoch ungewiss. Der frühere Waffenstillstand, der im April von Pakistan vermittelt und Ende Mai durch eine 60-tägige Absichtserklärung verlängert worden war, brach Anfang Juli zusammen, als die Feindseligkeiten wieder aufgenommen wurden. Politico berichtete, dass die Ölmärkte wieder „nervös“ seien, nachdem die USA und der Iran diese Vereinbarung „zerrissen“ hätten, und Präsident Trump warnte, dass der Iran nach den jüngsten amerikanischen Opfern „ein Vielfaches zahlen“ werde.axios+3
Die Huthi-Bewegung im Jemen sorgte am Dienstag für zusätzliche Komplikationen, indem sie mit einer Seeblockade gegen Saudi-Arabien drohte, was die Aussicht auf weitere Störungen regionaler Energielieferungen erhöhte. Analysten merkten an, dass die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwar für Entlastung sorgt, die erhöhten geopolitischen Risiken jedoch weiterhin die Ölpreise nach unten absichern.investing