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spearswms+1spearswms+1spearswmsBernard Arnault, der 77-jährige Milliardär und Verwaltungsratsvorsitzende von LVMH sowie einer der reichsten Menschen der Welt, hat am Montag ein Konto auf X erstellt, um eine dreiseitige Erklärung zu veröffentlichen. Darin weist er Berichte über einen Streit um die Nachfolge an der Spitze des französischen Luxusimperiums zurück.
Die Erklärung, die zuerst am Sonntag vom LVMH-Pressekonto auf X veröffentlich worden war, wurde am Montagmorgen von Arnault selbst über sein neu erstelltes Profil weitergeleitet. Das Profil erhielt schnell eine Verifizierung und Gefolgsleute, darunter den Investor und Milliardär Bill Ackman. Bis zum späten Montagmorgen hatte der Beitrag bereits 2 Millionen Aufrufe erzielt.spearswms
Arnaults Reaktion richtete sich gegen eine sechsteilige Prüfserie, die vergangene Woche von Le Monde News Corp , Frankreichs meistgelesener Tageszeitung, veröffentlicht wurde. Diese untersuchte Rivalitäten unter Arnaults fünf Kindern sowie Spannungen mit seiner zweiten Ehefrau Hélène Mercier und seinem Schwiegersohn, dem Milliardär Xavier Niel, der selbst Aktionär des Mutterkonzerns von Le Monde ist.lemonde+1
„Wer darauf wettet, dass eine Familie sich zerstreitet, um Zeitungen zu verkaufen, wird lange warten müssen“, schrieb Arnault laut dem Magazin Spears in der Erklärung. Er eröffnete mit dem spöttischen Satz: „Es scheint also, als sei ich das Oberhaupt der 'letzten Königsfamilie Frankreichs'“, und fuhr durchgehend in ironischem Ton fort, indem er Le Monde dafür dankte, nach sechs Monaten Recherche „das schwere Geschütz aufgefahren zu haben“.spearswms
Die Serie in Le Monde hatte unmittelbare finanzielle Konsequenzen. Der Aktienkurs von LVMH fiel im Laufe einer einzigen Woche nach den Berichten um 10 Prozent, was laut Spears einem Verlust an Marktwert von fast 15 Milliarden Euro entspricht. Der letzte Teil der Serie beschrieb die Nachfolge als den „Elefanten im Raum“ der Familie und merkte an, dass Arnault „seine fünf Kinder bewusst so erzogen hat, dass jedes von ihnen potenziell seine Nachfolge antreten könnte“.lemonde+1
Reuters berichtete, dass Arnault Medienberichte über einen „bitteren Nachfolgekampf“ unter seinen fünf Kindern zurückwies. In seiner Erklärung schrieb Arnault: „Bei den Arnaults diskutiert man offenbar nicht, man verschwört sich. Man berät sich nicht, man konkurriert. In der realen Welt leiten meine Kinder Häuser, bauen Teams auf, treffen Entscheidungen und, welch ein Frevel, rufen sich sonntags an.“spearswms+1
Trotz der Dementis bleibt die Nachfolgefrage ungelöst. Arnault hat keinen Nachfolger benannt, obwohl alle seine fünf Kinder im Konzern arbeiten und vier im LVMH-Verwaltungsrat sitzen. Als Arnault auf der LVMH-Jahreshauptversammlung im April nach der Nachfolge gefragt wurde, merkte er an, dass er im Vorjahr mit 99 Prozent Zustimmung wiedergewählt worden sei, und schlug dem Aktionär vor, die Frage „in sieben oder acht Jahren“ erneut zu stellen.spearswms