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bloombergreuters+1bloomberg+1Die weltweiten Ölreserven sind auf ein "erschreckend niedriges" Niveau geschrumpft, und der Druck auf die Märkte wird weiter zunehmen, bis die Straße von Hormuz wieder vollständig geöffnet ist, sagte Saudi Aramco-CEO Amin Nasser am Montag, dem 5. Oktober.bloomberg+1
Nasser sprach auf dem Energy Intelligence Forum in London, einem zweitägigen Treffen am 5. und 6. Oktober. Seine Äußerungen fielen nur wenige Tage, nachdem die Regierungen der größten Volkswirtschaften der Welt Pläne zur Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel an Notreserven von Öl und Diesel angekündigt hatten, um die steigenden Kraftstoffkosten zu senken. Er sagte, diese Freigaben würden den Volkswirtschaften zwar Zeit verschaffen, aber nicht die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage schließen.ndtvprofit+2
"Bis Hormuz vollständig wiedereröffnet ist und das Vertrauen zurückkehrt, ist die bittere Realität, dass der Druck auf beiden Seiten des Marktes zunehmen wird", sagte Nasser laut Reuters und Bloomberg. "Selbst dann könnte es bis zu zwei Jahre dauern, die Lagerbestände wieder aufzufüllen und gleichzeitig die Nachfrage zu decken."reuters+1
Er sagte, die Preise für raffinierte Kraftstoffe seien sogar noch schneller gestiegen als die für Rohöl. Reuters berichtete, dass Nasser das seit Beginn des Konflikts verlorene Angebot auf fast 3 Milliarden Barrel bezifferte, wobei etwa 1 Milliarde Barrel aus Reserven freigegeben wurden. Der Großteil dieser Entnahmen stammte aus kommerziellen Lagerbeständen, sagte er, und die etwa 6 Milliarden Barrel, die noch gelagert sind, seien "nicht praktisch verfügbar". Laut der Financial Times sagte er, das verlorene Angebot entspreche etwa der Hälfte des Rohöls und der raffinierten Kraftstoffe, die normalerweise im gleichen Zeitraum durch Hormuz geflossen wären.ndtvprofit+3
Die Straße ist seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar, der einen regionalen Krieg auslöste, zumindest teilweise blockiert. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait haben eigene Tanker eingesetzt, um Rohöl durch die Wasserstraße zu transportieren, und die Exporte aus der Golfregion liegen nun wieder nahe dem Vorkriegsniveau. Dennoch wurde Brent-Öl im letzten Monat bei etwa 100 Dollar pro Barrel gehandelt, da die Märkte weiterhin Sicherheitsrisiken im Persischen Golf und im Roten Meer einpreisen.ndtvprofit
Aramco hat die Lieferungen von seinem Terminal in Ras Tanura am Golf erhöht. Ein Angriff im letzten Monat legte die Ost-West-Pipeline kurzzeitig lahm, und die Durchflussmengen auf dieser Leitung liegen nun wieder bei etwa 80 % der Kapazität, was mehr Öl für den Transport über das Rote Meer freisetzt. Nasser sagte, das Unternehmen habe die Versorgung stabil gehalten, indem es auf internationale Lagerbestände zurückgriff und beschädigte Infrastruktur schnell reparierte. Er erwähnte keine Berichte über jüngste Angriffe auf das Königreich. Er sagte, Aramco suche nach anderen Exportrouten und mehr Lagerkapazitäten im Ausland, um nicht zu stark von einer einzigen Route zu den Käufern abhängig zu sein.ndtvprofit