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bloomberg.reuters+1.reuters+1.Anthropic PBC will bereits Mitte November an die Börse gehen. Damit würde einer der größten Aktienverkäufe der Geschichte noch vor dem Thanksgiving-Feiertag stattfinden. Bloomberg berichtete am 1. Oktober unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen über diesen Plan. Demnach könnte der Entwickler des Chatbots Claude bereits in der Woche vom 9. November mit der offiziellen Vermarktung des Angebots beginnen und den Handel vor Thanksgiving am 26. November aufnehmen. Rund um die Feiertage ruhen die Geschäfte an den Märkten üblicherweise.bloomberg
Der neue Zeitplan folgt auf eine Verschiebung der ursprünglichen Börsenpläne des Unternehmens. Das Wall Street Journal News Corp berichtet im September, dass Anthropic seinen Börsengang auf November verschoben habe, was später ist, als viele Investoren erwartet hatten. Einige Berater waren der Ansicht, dass die Verzögerung es dem Unternehmen ermöglichen würde, Ergebnisse für das dritte Quartal vorzulegen, die seine Wettbewerbsposition nach der Veröffentlichung eines neuen Modells durch OpenAI im September in einem starken Licht erscheinen lassen.wsj+1
Das Datum wurde bereits mehrfach verschoben. Reuters berichtete am 4. September, dass Anthropic den Vermarktungsstart frühestens für Mitte Oktober erwarte und den Börsengang wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen im November abschließen wolle. Später berichtete Reuters, dass sich der IPO bis nach den Wahlen verzögern könnte. Ein Vermarktungsstart Mitte November würde die Transaktion auf die Zeit nach der Wahl legen.tipranks+1
Anthropic könnte eine Bewertung von mehr als 2 Billionen US-Dollar anstreben, so ein exklusiver Bericht von Reuters, der auf dem Entwurf des Emissionsprospekts des Unternehmens basiert. Das ist mehr als das Doppelte der 965 Milliarden US-Dollar, auf die Anthropic selbst seinen Wert noch im Mai geschätzt hatte. Bei dieser Größenordnung würde der Börsengang zu den größten Aktienemissionen aller Zeiten gehören und könnte sogar das Angebot von SpaceX im Juni übertreffen. Früheren Reuters-Berichten zufolge könnte das Unternehmen bis zu 100 Milliarden US-Dollar einsammeln, wobei Nvidia eine strategische Beteiligung von bis zu 10 Milliarden US-Dollar erwägt.reuters+2
Der Prospekt verdeutlicht auch die steigenden Kosten. Er listet Verpflichtungen in Höhe von rund 518 Milliarden US-Dollar für Cloud-, Rechen- und Infrastrukturleistungen in den kommenden Jahren auf. Zudem warnt das Unternehmen davor, dass hochentwickelte KI „katastrophale oder existenzielle Risiken für die Menschheit“ bergen könnte. The Economic Times berichtete, dass die Unterlagen einen wachsenden Nettoverlust und eine starke Abhängigkeit von Amazon Amazon.com, Inc. und Google zeigen.tipranks+1
Die Börsenpläne fallen in eine Zeit, in der CEO Dario Amodei die Branche zur Mäßigung aufruft. Mitte September schlug er vor, dass KI-Entwickler ihre Modelle für externe Prüfer öffnen und sich auf gemeinsame Sicherheitsstandards einigen sollten. Damit steht das Plädoyer des Unternehmens für Vorsicht im Kontrast zu seinen Bemühungen, enorme Summen an öffentlichem Kapital einzusammeln, um weiterhin noch leistungsfähigere KI zu entwickeln.cnbc