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telegraph+1lemonde+1lemonde+1Der Verdächtige des tödlichen Anschlags mit einem Transporter nahe der Berliner Pride-Parade ist am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Das berichteten die BBC und der Telegraph. Damit endete eine intensive Fahndung, die die deutsche Hauptstadt über Nacht in Atem hielt.bbc+1
Die Gewalt brach am Samstag gegen 22 Uhr im Tiergarten nahe der Route des jährlichen Berliner Christopher Street Days aus, als ein weißer Transporter nahe dem Brandenburger Tor mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge steuerte. Eine Frau wurde getötet und mindestens 16 weitere Personen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt erklärte später, dass die Zahl der Verletzten auf 29 gestiegen sei.dw+4
Der Fahrer floh zu Fuß, nachdem das Fahrzeug gegen einen Baum gepallt war. Berichten von BBC News und France 24 zufolge soll der Verdächtige nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug auch Menschen mit einer Machete angegriffen haben. Die Veranstalter sagten den Rest der Pride-Feier ab, die eine der größten LGBTQ+-Veranstaltungen Europas ist und jährlich Hunderttausende Teilnehmer anzieht.euronews+3
Die Behörden identifizierten den Verdächtigen als Abdul Ballout, einen 21-jährigen deutschen Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln, und gaben eine öffentliche Fahndung heraus, in der davor gewarnt wurde, dass er bewaffnet und gefährlich sein könnte. Der Sprecher der Berliner Polizei, Florian Nath, sagte am Sonntag vor Journalisten, der Verdächtige sei „uns als Mitglied der islamistischen Szene hier in Berlin bekannt“.wtvbam+3
Deutsche Medien wie Bild und Der Spiegel berichteten, Ballout sei ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat gewesen, der zuvor in den Nahen Osten gereist war, um sich vergeblich dem IS anzuschließen, und im Mai 2026 aus der Jugendhaft entlassen worden sei. Innenminister Dobrindt stufte den Angriff als islamistischen Terrorakt ein. „Alles, was wir hier sehen, deutet darauf hin, dass wir es mit einem islamistischen Terroranschlag zu tun haben“, sagte er am Sonntag vor Ort gegenüber Journalisten.facebook+2
Am Brandenburger Tor in Berlin fand am Sonntag eine große Mahnwache statt, während die Stadt um die Opfer des Anschlags trauerte. Der Vorfall hat nach anderen Anschlägen in den vergangenen Jahren die Sorge vor extremistischer Gewalt in Deutschland erneut geschürt. Die Polizei hat Zeugen aufgerufen, sich zu melden, während die Ermittlungen dazu andauern, ob Ballout allein handelte oder Komplizen hatte.telegraph+2