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business-standard+1nationthailand+1firstpost+1Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) warnte am Mittwoch, dass Kriege in Europa und im Nahen Osten in Verbindung mit einem schweren El Niño-Wetterphänomen den Preisdruck in ganz Asien verstärken und die Inflation wahrscheinlich bis 2027 hoch halten werden, was die Zentralbanken in der Region zu erhöhter Wachsamkeit zwingt.
In ihrem neuesten Asian Development Outlook vom 23. September prognostiziert die ADB eine Inflationsrate für die asiatisch-pazifische Entwicklungsregion von 4,2 % im Jahr 2026 und 3,5 % im Jahr 2027 – beides deutlich über den 3 % von 2025. Das in Manila ansässige Institut erklärte, dass die erneute Eskalation der Kämpfe im Iran und die Ausweitung des Konflikts auf den Jemen die Versorgung mit Rohöl und raffinierten Produkten behindert haben, während der russische Krieg gegen die Ukraine die Getreideexporte stört. Abnormale Wetterbedingungen aufgrund von El Niño bedrohen die Ernten von Indien bis Thailand und verringern die Wasserkrafterzeugung.business-standard+1
Das regionale Wirtschaftswachstum wird für 2026 nun auf 5,0 % prognostiziert, nach 5,5 % im Vorjahr, während die Ölpreisprognosen auf 90 bzw. 78 Dollar pro Barrel für 2026 und 2027 angehoben wurden. "Die Risiken bleiben abwärts gerichtet", sagte ADB-Chefökonom Albert Park. "Eine weitere Eskalation der Konflikte oder schlimmere als erwartete El Niño-Auswirkungen könnten das Wachstum dämpfen und die Inflation weiter in die Höhe treiben."adb+1
Obwohl umfassende Subventionen dazu beigetragen haben, den Schock für die Verbraucher abzufedern, haben sich die anhaltend hohen Energiepreise auf die Wirtschaft ausgewirkt, insbesondere in Ländern, in denen Lebensmittel einen großen Teil der Haushaltsausgaben ausmachen, wie in Südasien. Die ADB erklärte, dass mehrere Volkswirtschaften – darunter Bangladesch, Indien, Indonesien, Pakistan, die Philippinen und Vietnam – Spielraum für eine weitere geldpolitische Straffung in diesem Jahr haben, falls die Inflation anhält. Zinssenkungen könnten erst 2027 in Sicht kommen, sobald der Preisdruck nachlässt, so die Bank.nationthailand+2
Unabhängig davon hob S&P Global am Mittwoch die BIP-Wachstumsprognose für Indien für das Geschäftsjahr 2027 von 6,6 % auf 7 % an und verwies auf eine robuste industrielle Aktivität, einen gesunden Konsum und steigende staatliche Investitionen. Auch die ADB und Fitch Ratings hoben ihre Prognosen für Indien auf 7 % bzw. 6,9 % an. S&P Global erwartet jedoch, dass die Reserve Bank of India ihren Leitzins in diesem Geschäftsjahr um 25 Basispunkte anheben wird, und prognostiziert eine durchschnittliche Verbraucherinflation von 5,1 %. Die kumulativen Monsunniederschläge lagen bis zum 9. September 15 % unter dem Normalwert, was Sorgen über die landwirtschaftliche Produktion und die Lebensmittelpreise aufkommen lässt. Höhere US-Zinsen und die Währungsabwertung in der Region sorgen für zusätzliche Komplikationen, wobei Indien, Indonesien, die Philippinen und Thailand bis Mitte September jeweils Währungsverluste von mehr als 5 % verzeichneten.firstpost+1