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nytimesnltimes+1aljazeera+1Eine fünfte Hitzewelle seit Mai rollt diese Woche auf Europa zu. In westlichen, zentralen und südlichen Teilen des Kontinents wurden rote Warnstufen ausgerufen, während Ökonomen davor warnen, dass die kumulierte Belastung durch die extreme Hitze das für dieses Jahr prognostizierte Wirtschaftswachstum zunichtemachen könnte.
Das jüngste Hitzeereignis, das durch ein großflächiges Hochdrucksystem, die sogenannte Hitzekuppel, angetrieben wird, dürfte die Temperaturen zwischen Mittwoch und Freitag in Teilen Spaniens, Italiens und Frankreichs auf über 40 Grad Celsius steigen lassen. In Spanien erwartet der nationale Wetterdienst AEMET bis Mittwoch in den südlichen Regionen Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius, während Météo-France ab Mittwoch für weite Teile Frankreichs vor 38 bis 40 Grad warnt.nytimes
Italien leidet bereits seit letzter Woche unter extremer Hitze, als das Gesundheitsministerium für alle 27 überwachten Städte die höchste Warnstufe Rot ausrief. In Mitteleuropa wurden in den letzten Tagen Rekordtemperaturen verzeichnet, darunter 42,2 Grad Celsius in der Slowakei und ein Allzeithoch von 41,2 Grad Celsius in Österreich.aljazeera
Großbritannien stellt sich auf Temperaturen ein, die bis Mitte der Woche im Südosten Englands 36 Grad Celsius erreichen könnten. Dies wäre der vierte Monat in Folge mit Temperaturen von 35 Grad oder mehr. Das Europäische Waldbrandinformationssystem stuft Gebiete in Großbritannien, Westfrankreich, den Alpen und dem Balkan bis mindestens Mittwoch in die Kategorie „sehr extreme“ Brandgefahr ein.nytimes
Die niederländische Bank Triodos warnte in einer neuen Analyse, dass das extreme Sommerwetter das EU-BIP im Jahr 2026 um etwa 1,1 Prozent verringern könnte. Diese Zahl entspricht der prognostizierten Wachstumsrate des Blocks für dieses Jahr, womit die wirtschaftliche Expansion effektiv zunichtegemacht würde. Die Bank schätzt den Verlust auf rund 180 Milliarden Euro.nltimes+1
In den Niederlanden erwartet Triodos, dass das prognostizierte Wirtschaftswachstum durch die Hitze „weitgehend zunichtegemacht“ wird. „Die Wirtschaft ist hier darauf nicht ausgerichtet, sodass die Auswirkungen schnell sehr groß werden“, sagte der Ökonom der Bank, Hans Stegeman.nltimes
Die Einschätzung verstärkt die wachsende Sorge vor hitzebedingten Wirtschaftsschäden in Europa. NPR berichtete, dass die anhaltende Hitzewelle die Energieversorgung bereits belastet hat: Das einzige Kernkraftwerk der Slowakei läuft nur noch mit 80 Prozent Kapazität, da der Wasserstand der Donau auf ein Rekordtief gefallen ist.npr+1
Die aktuelle Krise bildet den vorläufigen Höhepunkt eines der schwersten Sommer in der Geschichte Europas. Im Zuge der Hitzewellen wurden auf dem gesamten Kontinent Tausende zusätzliche Todesfälle gemeldet. Die Europäische Kommission setzte bereits zu Beginn der Saison ihre bislang größte Einheit zur Bekämpfung von Waldbränden ein, darunter 777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern.wildfiretoday+1
Die Hitzewelle fällt am Mittwoch mit einer totalen Sonnenfinsternis zusammen, die sich über Teile von Grönland, Island und Spanien erstreckt. AEMET wies darauf hin, dass an diesem Tag in Spanien ebenfalls ein sehr hohes bis extremes Waldbrandrisiko herrscht.nytimes