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reuters+1yahooreutersChina errichtet ein weitläufiges Netzwerk aus Startrampen, Bunkern und Kommunikationsknotenpunkten in der Nähe seiner Nuklearmisssilsilos in den abgelegenen Wüsten seines Nordwestens, so eine am Donnerstag veröffentlichte Reuters-Analyse von Satellitenbildern.reuters+1
Die Bilder zeigen mehr als 80 Rampen, die von Chinas wachsender Flotte mobiler Raketenwerfer und Luftabwehrbatterien genutzt werden könnten, sowie Einrichtungen, die laut drei Sicherheitsexperten, die die Bilder für Reuters überprüften, elektronische Kampfführung, Satellitenkommunikation und Kommandobetriebe unterstützen könnten.yahoo
Der Bau, über den bisher nicht berichtet wurde, stellt eine bedeutende Erweiterung der befestigten Infrastruktur dar, die darauf ausgelegt ist, Chinas bodengestützte Nuklearstreitkräfte zu schützen und zu erhalten. Die neue Infrastruktur konzentriert sich hauptsächlich auf zwei achteckige Anlagen, die in den letzten sechs Jahren im Osten Xinjiangs in der Nähe des Hami-Nuklearsilofelds errichtet wurden.reuters+1
Sicherheitsanalysten erklärten gegenüber Reuters, dass die Rampen für den Einsatz mobiler Luftabwehrraketen, Systeme für elektronische Kampfführung oder straßengebundene Interkontinentalraketenwerfer dienen könnten. Insgesamt signalisiert das Netzwerk eine bemerkenswerte Verbesserung von Pekings Zweitschlagfähigkeit – der Fähigkeit, nach einem ersten nuklearen Angriff Vergeltung zu üben –, was die sich verschärfende nukleare Rivalität mit den Vereinigten Staaten widerspiegelt.yahoo
Die Enthüllung erfolgt nur einen Tag, nachdem das International Institute for Strategic Studies gewarnt hat, dass jeder Konflikt zwischen den USA und China um Taiwan das Risiko einer nuklearen Eskalation bergen würde, da beide Militärs wahrscheinlich umfassende Operationen durchführen würden, um die Kommando- und Kommunikationssysteme des jeweils anderen zu stören.reuters
China baut sein Nukleararsenal in einem Tempo aus, das von keiner anderen Atommacht erreicht wird. Ein im Dezember veröffentlichter Pentagon-Bericht ergab, dass Peking wahrscheinlich mehr als 100 feststoffbetriebene DF-31-Interkontinentalraketen in Silofeldern nahe der Grenze zur Mongolei stationiert hat. Das Verteidigungsministerium prognostiziert, dass China bis 2030 über mehr als 1.000 einsatzbereite Atomsprengköpfe verfügen wird, gegenüber etwa 600 im Jahr 2024.koreajoongangdaily.joins+3
Der Bau in der Nähe der Silofelder Hami und Yumen – erstmals 2021 von Forschern identifiziert, als etwa 250 neue Silos entdeckt wurden – markiert eine Abkehr von Chinas jahrzehntelanger Haltung der minimalen nuklearen Abschreckung. Peking beharrt darauf, die nuklearen Fähigkeiten „auf dem für die nationale Sicherheit erforderlichen Mindestmaß“ zu halten, und bekräftigt weiterhin eine Politik des Verzichts auf den Ersteinsatz, auch wenn das Ausmaß des Aufbaus westlichen Analysten etwas anderes nahelegt.armscontrol+1
Die Arms Control Association berichtete im Januar, dass China in etwa einem Drittel seiner neuen Silos Interkontinentalraketen stationiert habe – ein Meilenstein, der aus einst leeren Hüllen eine einsatzbereite Abschreckungsmacht macht, die sich über Tausende Quadratkilometer Wüste erstreckt.armscontrol