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digital-markets-act.europa+1reuters+1cnnDie Europäische Kommission hat am 16. Juli zwei verbindliche Entscheidungen getroffen, die Google Alphabet Inc. dazu verpflichten, konkurrierenden KI-Assistenten denselben Zugriff auf Android zu gewähren, den der eigene Gemini-Dienst genießt. Zudem muss das Unternehmen anonymisierte Suchdaten mit rivalisierenden Suchmaschinen und KI-Chatbots teilen.
Gemäß der ersten Entscheidung muss Google 11 Android-Funktionen für KI-Dienste von Drittanbietern öffnen. Dies ermöglicht es Nutzern, konkurrierende Assistenten per Sprachbefehl zu aktivieren, ähnlich wie bei "Hey Google", und Aufgaben zu delegieren, wie etwa ein Taxi zu buchen, Antwortvorschläge in Messaging-Apps zu erhalten oder Informationen über kürzlich besuchte Orte abzufragen. Konkurrierende Dienste erhalten zudem Zugriff auf KI-Modelle auf dem Gerät, die Ausführung von Hintergrundaufgaben und den Bildschirmkontext auf dem Niveau von Gemini.digital-markets-act.europa+2
Die meisten Änderungen müssen mit Android 18 bis zum 1. August 2027 umgesetzt werden, während die Unterstützung für gleichzeitige Aktivierungswörter, die es Nutzern ermöglicht, verschiedene Assistenten mit unterschiedlichen Phrasen zu starten, eine spätere Frist im August 2028 hat. Google muss bis Februar 2027 Entwürfe für die Zulassungsbedingungen für sensible Funktionen veröffentlichen und ab Mai 2027 Bewerbungen von konkurrierenden Entwicklern entgegennehmen.techi
Die zweite Entscheidung verpflichtet Google dazu, dieselben Kategorien anonymisierter Daten, die zur Verbesserung der eigenen Suchdienste genutzt werden, mit berechtigten Suchmaschinen und KI-Chatbots von Drittanbietern zu teilen, die Suchfunktionen anbieten, darunter Unternehmen wie OpenAI. Das Datenaustauschsystem tritt im Januar 2027 in Kraft und umfasst einen mit Datenschutzexperten entwickelten Anonymisierungsrahmen, eine Preisformel sowie einen Prozess, der es Google ermöglicht, Antragsteller vor der Gewährung des Zugriffs auf Cybersicherheitsrisiken zu prüfen.dig+3
Die Kommission erklärte, die Maßnahmen zielten darauf ab, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, da Google Suchdaten in einem Ausmaß kontrolliert, das kein Wettbewerber erreichen kann.digital-markets-act.europa+1
Der Android-Chef von Google, Sameer Samat, erklärte am Freitag in einem Beitrag auf X, die Europäische Kommission sei mit ihren Regeln auf dem Holzweg, so CNN. Google argumentiert, dass die geforderten Änderungen die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer gefährden könnten und dass Nutzer bereits jetzt Assistenten auf ihren Geräten wechseln könnten. Die Entscheidungen sind rechtlich bindend, stellen jedoch keine Feststellung einer Nichteinhaltung dar und verhängen keine Bußgelder, wenngleich die Kommission die Befugnis behält, Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von Google zu verhängen, sollte das Unternehmen die Vorgaben nicht erfüllen.thenextweb+3