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imf+1reuters+1wsj+1Erneute US-Militärschläge gegen den Iran und die Wiedereinführung einer Seeblockade für iranische Häfen haben die Ölpreise diese Woche wieder in die Höhe getrieben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte, dass die Puffer, die die Weltwirtschaft vor dem Schlimmsten des Energieschocks geschützt haben, weitgehend aufgebraucht seien.
Die jüngste Runde der Feindseligkeiten begann am 12. Juli, als das U.S. Central Command Angriffe startete, um "iranische Fähigkeiten zu schwächen, die für Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus genutzt werden." Präsident Trump verhängte ab dem 14. Juli eine vollständige Seeblockade über alle iranischen Häfen, nachdem er sie im Juni als Teil eines vorläufigen Friedensabkommens aufgehoben hatte. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait, Bahrain, Jordanien, Oman und Katar und erklärte die Straße für den kommerziellen Verkehr für geschlossen.usatoday+3
Brent-Rohöl stieg bis Mitte der Woche auf etwa 85 Dollar pro Barrel, nachdem es allein am Montag um 9,6 % zugelegt hatte – der größte prozentuale Tagesgewinn für den internationalen Referenzwert seit Mai 2020. Die US-Raffineriemargen erreichten gleichzeitig Rekordwerte, wobei der NYMEX 3-2-1 Crack-Spread am 8. Juli laut Reuters-Daten, auf die sich Branchenbeobachter berufen, ein Allzeithoch von über 64 Dollar pro Barrel erreichte, da die Kraftstoffvorräte auf einem mehrjährigen Tiefstand liegen.wsj+2
In einem am 15. Juli veröffentlichten Blogbeitrag erklärte der IWF, dass bis Ende Mai mehr als 1,1 Milliarden Barrel Rohöl – was etwa 10 Tagen des typischen weltweiten Verbrauchs entspricht – seit Beginn des Krieges nicht mehr auf den Märkten angekommen seien. Der Fonds stellte fest, dass die drei Stoßdämpfer, die den ersten Schlag abgefedert hatten – ein Angebotsüberschuss aus der Vorkriegszeit, koordinierte Lagerfreigaben und eine reduzierte Nachfrage – nun weitgehend erschöpft seien.imf
"Da die Spannungen in der Straße von Hormus wieder aufflammen, ist dieser Spielraum nun kleiner und schrumpft weiter, da die Reservekapazitäten eingesetzt wurden, die Nachfrage gedrosselt wurde und die Lagerbestände abgebaut wurden", schrieb der IWF. Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete separat, dass die Welt "immer noch dem drohenden Risiko künftiger Preisspitzen gegenübersteht", da ein langfristiger Frieden schwer zu erreichen ist und die Pufferreserven aufgebraucht sind.reuters+1
Der Energiepreisschock hat die politischen Aussichten der Federal Reserve verkompliziert. Die Fed hält die Zinsen seit Dezember 2025 bei 3,50 %–3,75 %, und CME FedWatch-Daten vom 15. Juli zeigten eine Wahrscheinlichkeit von 83,4 %, dass die Zentralbank bei ihrem Treffen am 29. Juli stillhalten wird. Die Märkte preisen jedoch zunehmend das Risiko einer Straffung im Laufe dieses Jahres ein – CME-Daten von Anfang Juli zeigten eine steigende Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen im Jahr 2026, und der Prognosemarkt Polymarket zeigt für das Treffen im September eine Wahrscheinlichkeit von 30 % für eine "Erhöhung um 25 Basispunkte".polymarket+1
Das neueste Update des World Economic Outlook des IWF vom 8. Juli prognostiziert ein globales Wachstum von nur 3 % im Jahr 2026, gegenüber 3,5 % im letzten Jahr, wobei die Ölpreise für das gesamte Jahr voraussichtlich um fast 32 % steigen und die weltweite Verbraucherinflation im Durchschnitt 4,7 % betragen wird.apnews