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reuters+1abcnews+1defensenews+1Die Ankündigung von Präsident Donald Trump in dieser Woche, dass die Vereinigten Staaten der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen erteilen würden, erregte auf dem NATO-Gipfel in Ankara große Aufmerksamkeit. Laut Reuters werden die Raketen jedoch nicht in der Ukraine hergestellt, solange der Krieg mit Russland andauert – stattdessen wird die Produktion in Deutschland oder einem anderen europäischen Land stattfinden.reuters+2
"Wir werden euch eine Lizenz geben, um Patriots herzustellen. Das ist ziemlich cool. Auf diese Weise könnt ihr euch nicht beschweren, dass wir euch nicht genug davon geben", sagte Trump am Mittwoch auf dem NATO-Gipfel zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Verteidigungsexperten warnten jedoch schnell, dass die Umsetzung des Angebots Jahre dauern würde und wenig dazu beitrage, den unmittelbaren Luftverteidigungsbedarf der Ukraine zu decken.reuters+1
Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete, dass Patriot-Raketen nicht in ausreichenden Mengen produziert werden, um der ballistischen Bedrohung durch Russland zu begegnen, da Russland jährlich mindestens 700 bis 800 ballistische Raketen produziert. Die Vereinbarung, die Abfangraketen in Deutschland oder einer anderen sicheren europäischen Nation – und nicht in der Ukraine – zu produzieren, spiegelt sowohl Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Fertigung in einem Kriegsgebiet als auch die praktischen Herausforderungen beim Aufbau von Produktionskapazitäten von Grund auf wider.kyivpost+2
Ein Bericht der New York Times hob einen warnenden Präzedenzfall hervor: Deutschland erhielt 2022 eine US-Lizenz zur Herstellung fortschrittlicher Patriot-Abfangraketen in einer Anlage in Schrobenhausen in Süddeutschland, die vom europäischen Raketenhersteller MBDA betrieben wird. Dennoch hat die Anlage noch keine einzige Einheit hergestellt, und die Produktion wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr beginnen. Ein Vertrag aus dem Jahr 2024 wurde geschlossen, damit die deutsche Fabrik Abfangraketen an Spanien, Deutschland, die Niederlande und Rumänien liefert.nytimes
Das langsame Tempo unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die Ukraine steht. Selbst mit einer Lizenz in der Hand könnte der Aufbau der Produktionsinfrastruktur, die Einrichtung von Lieferketten und die Einhaltung strenger Sicherheitsstandards Jahre dauern.abcnews
Selenskyj sagte Reportern am Donnerstag, dass die Ukraine in den kommenden Tagen Patriot-Raketen aus den USA und von europäischen Partnern erwarte. Er kündigte außerdem an, dass die Ukraine in ein selbst entwickeltes Luftverteidigungssystem namens FREYA investiere, das auf einer in der Ukraine hergestellten Rakete mit europäischen Radarsystemen und Startvorrichtungen basiert – eine billigere, in Massenproduktion hergestellte Alternative zur Patriot.defensenews+1
Die Lizenzentscheidung lässt die Ukraine vor der Wahl stehen, ob sie Ressourcen für eine eventuelle inländische Patriot-Produktion binden oder sich auf europäische Produktionspartner verlassen soll, die schneller liefern können, auch wenn der Krieg sofortige Lösungen erfordert.newsukraine.rbc+1